Wenn in diesen Tagen die Temperaturen in vielen Teilen Deutschlands nach oben klettern, belastet die Hitze oftmals den Körper und den Kreislauf. Arbeiten fällt einem jeden dann schwerer als sonst. Wer dann auch noch am Arbeitsplatz eine Maske zum Schutz vor dem Coronavirus tragen muss, läuft Gefahr, den Kreislauf noch mehr zu strapazieren, heißt es am Mittwoch (16. Juni 2021) in einer Pressemitteilung der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU). 

"Mund-Nasen-Masken können bei hohen Temperaturen das Risiko von Hitzebelastungen erhöhen", erklärt die BG BAU. Die Berufsgenossenschaft weist in diesem Zuge auf Tipps und Hinweise hin, wie Beschäftige sicher und geschützt durch die heißen Sommertage kommen. Wo nicht genügend Abstand gehalten oder gelüftet werden kann, muss weiterhin Maske getragen werden. "Bei starker Hitze allerdings entsteht unter der Maske ein feuchtes Luftpolster, was die Atmung erschweren kann und den Kreislauf zusätzlich belastet. Zudem bieten feuchte Masken keinen ausreichenden Schutz mehr, weshalb sie ausgetauscht werden müssen", heißt es weiter.

Mund-Nasen-Schutz kann zusätzliche, körperliche Belastung an heißen Tagen darstellen

Deshalb seien an heißen Tagen zusätzliche Pausen ohne Maske sinnvoll und ratsam. Beschäftigte sollten hier auch gegenseitig aufeinander achten, um im Ernstfall früh auf Hitzereaktionen reagieren zu können. "Betroffene Personen müssen im Akutfall in eine kühlere, schattige Umgebung gebracht und mit ausreichend Flüssigkeit versorgt werden. Auch feuchte Tücher auf Stirn, Nacken oder Beine verschaffen Linderung", rät die BG BAU. 

Weitere Tipps sind zudem folgende:

  • Beschäftigte sollten bei hohen Temperaturen möglichst im Schatten arbeiten. Hier hilft ein Abdunkeln durch Rollos oder draußen Sonnenschirme oder Schutzzelte.
  • Körperlich anspruchsvolle Arbeiten sollten auf Tagesrandzeiten oder kühlere Tage verlegt werden. Außerdem ist es wichtig, bei derartigen Tätigkeiten für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und solche, die nach einer Erkrankung oder Quarantäne an den Arbeitsplatz zurückkehren, eine Akklimatisierungsphase vorzusehen, das heißt eine Zeit von etwa einer Woche, bei der sich der Körper bei noch reduzierter Belastung an die Hitze gewöhnen kann.
  • An heißen Tagen sollten Beschäftigte häufig Kurzpausen einlegen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, und zwar auch schon bevor Durst einsetzt.

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