Berater der Bundesregierung haben drei Monate vor der Bundestagswahl eine Reform hin zur Rente mit 68 vorgeschlagen. Es drohten "schockartig steigende Finanzierungsprobleme in der gesetzlichen Rentenversicherung ab 2025", prognostizierte der Wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium anlässlich seines neuen Gutachtens zur Zukunft der Rente am Montag (07.06.21) in Berlin.

Nach geltender Rechtslage wird die Altersgrenze für die Regelaltersrente ohne Abschläge seit 2012 bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben.

Renteneintrittsalter ab 68 gefordert

Das Renteneintrittsalter könne nicht langfristig von der Entwicklung der Lebenserwartung abgekoppelt werden, so der Beirat im Ministerium von Ressortchef Peter Altmaier (CDU).

"Stattdessen müssen die zusätzlichen Lebensjahre nach einer klaren Regel zwischen mehr arbeiten und länger Rente beziehen aufgeteilt werden." Dafür solle es eine "dynamische Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung" geben.

Das Verhältnis der in Arbeit und in Rente verbrachten Lebenszeit solle konstant bleiben. Gemäß den derzeitigen Prognosen der Lebenserwartung würde mit einer solchen Regel das Rentenalter im Jahr 2042 mit 68 Jahren erreicht, hieß es weiter. "Sollte die Lebenserwartung abnehmen, kann auch das Rentenalter sinken."

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