«Oberste Maßgabe ist die Verkehrssicherheit. Wer 1,6 Promille Alkohol im Blut hat, gehört nicht auf ein Fahrrad», sagte der Minister der «Bild am Sonntag». «Die jüngsten Überlegungen der Innenminister werden wir bei der nächsten Verkehrsministerkonferenz im Herbst ganz praktisch diskutieren.»

Wegen der besorgniserregenden Zahl von Unfällen mit betrunkenen Radfahrern wollen die Innenminister den zuständigen Justiz- und Verkehrsministern eine Absenkung der derzeit gültigen Grenze von 1,6 Promille empfehlen. Wo künftig das Limit liegen soll, ließen sie bei ihrem Treffen Ende der Woche in Hannover offen.

Bislang dürfen Radfahrer mit bis zu 1,6 Promille Alkohol im Blut straffrei radeln - vorausgesetzt, sie fallen nicht mit unsicherer Fahrweise auf oder bauen einen Unfall. Autofahrern drohen schon ab einem Promillewert von 0,5 ein Bußgeld, Punkte und ein Fahrverbot.