• Sommer-Urlaub 2021: Wer aus einem anderen Land wieder nach Deutschland einreist, muss eventuell in Quarantäne
  • Auch Kinder, die in die Schule gehen, sind von dieser Regelung betroffen
  • Sollte dadurch Unterricht verpasst werden, kann es teuer werden

Es ist soweit: Die Sommerferien sind da! Seit dem 30. Juli sind auch die bayerischen Familien in die freien Tage gestartet. Seit dem 1.8. gilt eine Testpflicht für Reiserückkehrende. Das heißt, dass es sein kann, dass Urlauber*innen nach der Rückkehr aus dem Urlaub erst einmal in Quarantäne müssen. Denn: In einigen Urlaubsländern steigen die 7-Tage-Inzidenzen stark an und eine vierte Corona-Welle droht auch in Deutschland. Daher wurden die Einreiseregeln verschärft. Die Folge kann Quarantäne für Schüler*innen nach der Rückkehr aus dem Urlaub sein.  Dies ist dann nicht nur unangenehm - es kann auch finanzielle Konsequenzen haben. Nämlich dann, wenn Schüler*innen wegen einer Quarantäne nicht am Unterricht teilnehmen können.

Nach dem Sommer-Urlaub: Schulpflicht besteht auch bei Quarantäne

Das Thema kommt dabei jedes Jahr auf - meist jedoch andersherum: Häufiger melden Eltern ihre Kinder vor den Ferien krank, um bereits früher in den Urlaub starten zu können. So geschehen beispielsweise in Nürnberg, wo 2018 elf Schulschwänzende am Flughafen erwischt worden. Dies kann teuer werden: In Bayern drohen Bußgelder bis zu 1000 Euro. In anderen Bundesländern können es sogar bis 5000 Euro werden.

In diesem Jahr könnte der Fall nun eher am Ferienende auftreten: Denn sollten Kinder nach dem Urlaub in Quarantäne müssen und dadurch Unterricht versäumen, wird dies als unentschuldigtes Fehlen bewertet - und kann damit mit Bußgeldern geahndet werden. Vor diesem Problem hatten die Behörden schon vor den Pfingstferien gewarnt: Wenn sehenden Auges durch die Reise in ein Risikogebiet nach Rückkehr eine Quarantäne erforderlich werde, welche die Teilnahme am Präsenzunterricht verhindert, stelle dies eine Ordnungswidrigkeit im Sinne von Artikel 119 des Schulgesetzes dar, hieß es damals.

Die Lage ist diesmal noch verschärft: Reisen wurden teils langfristig geplant - die Einordnung als Risiko- oder Hochrisikogebiet hingegen und mögliche Quarantäne-Regelungen können relativ kurzfristige angepasst werden. Zudem die Bundesregierung und die Länder derzeit recht kontrovers über Regeln für Reiserückkehrer diskutieren. Doch eine "Ausrede" ist das  nur, wenn die Einordnung als Risikogebiet oder weitere Auflagen während des Urlaubs erfolgen: Wer zum Zeitpunkt des Reiseantritts bereits von den Maßnahmen wusste, nimmt eine Quarantäne nach Ansicht der Behörden willentlich in Kauf. Das gilt also auch für den letzten Tag vor Urlaubsbeginn. 

Gegenüber dem Spiegel hatte ein Sprecher des bayerischen Kultusministeriums klargestellt: "Die Schulpflicht besteht auch in der aktuellen Situation unverändert. Wenn sehenden Auges durch die Reise in ein Risikogebiet nach Rückkehr eine Quarantäne erforderlich wird, die die Teilnahme am Präsenzunterricht verhindert, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar." Inwieweit die Behörden diese Ordnungswidrigkeiten verfolgen werden, bleibt abzuwarten. Die Behörden signalisierten zumindest gegenüber dem Spiegel, dass man nicht unbedingt sofort zu Strafen greifen werde.

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Vorschaubild: © Natalya Zaritskaya