Hagen (Westfalen)

Prozessstart in Hagen: Baby in eine Mülltüte gesteckt - Das Geständnis der Mutter

Der Prozess um das Baby in einer Mülltüte hat am Freitag (22. November 2019) begonnen. Die Mutter gesteht die Tat. Über ihre Motive möchte sie noch nichts sagen.
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Der Prozess hat begonnen. Die Mutter muss sich vor dem Hagener Schwurgericht verantworten. Symbolfoto: Elnur/ Adobe Stock
Der Prozess hat begonnen. Die Mutter muss sich vor dem Hagener Schwurgericht verantworten. Symbolfoto: Elnur/ Adobe Stock

Am Freitag (22. November 2019) hat der Prozess um einen Säugling in einer Mülltüte vor dem Hagener Schwurgericht begonnen. Die 31-jährige Deutsche aus Kierspe räumte über ihre Verteidigerin ein, das Mädchen im Juni heimlich geboren zu haben und anschließend in einer vor dem Haus stehenden, halbvollen Mülltüte versteckt zu haben. Über ihr Motiv möchte die Angeklagte erst zu einem späteren Zeitpunkt sprechen.

Geständnis der Mutter

Laut Anklage brachte die 31-Jährige das Mädchen im Badezimmer zur Welt, während ihr Lebensgefährte und eine gemeinsame ältere Tochter in der Wohnung waren. Anschließend soll sie den Säugling in zwei Handtücher gewickelt und mit nach draußen genommen haben. Laut Geständnis sagte sie ihrem Freund, sie wolle mit dem Hund spazieren gehen. Vor der Haustür habe sie dann den Müll gesehen und ihre Tochter samt Handtüchern hineingesteckt. Nach einigen Minuten ist sie dann wieder in die Wohnung gegangen.

Baby gerettet

Das Baby wurde in letzter Sekunde von der Polizei gerettet. Laut Staatsanwaltschaft bemerkte der Lebensgefährte der Angeklagten bei deren Rückkehr, dass diese heftig aus dem Unterleib blutete. Der Mann soll einen Krankenwagen alarmiert haben, der die Frau in eine Klinik brachte. Dort soll die 31-Jährige zunächst noch geleugnet haben, soeben noch ein Kind geboren zu haben. Als die Ärzte jedoch Reste der Plazenta fanden, war der Fall klar.

Das Krankenhaus alarmierte sofort die Polizei, die das Mädchen in dem Müllbeutel fand. Dabei soll das Kind laut Anklage gewimmert haben. Die Körpertemperatur betrug demnach nur noch 31 Grad. Das Mädchen hätte wohl nur noch wenige Minuten zu leben gehabt.