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Krasser Preisanstieg: Warum sind Salatgurken 130 Prozent teurer als im Vorjahr?

In Deutschland sind Salatgurken aktuell so teuer wie lange nicht mehr. Für den Preisanstieg gibt es gleich mehrere Gründe. Die Hitzewelle ist nur einer davon.
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Der Preis für Salatgurken ist extrem angestiegen. Symbolbild: pixabay/Kaz
Der Preis für Salatgurken ist extrem angestiegen. Symbolbild: pixabay/Kaz

Bei 1,14 Euro pro Stück lag der durchschnittliche Verbraucherpreis für Salatgurken letzte Woche laut der Agragrmarkt-Informations-Gesellschaft (AMI). Damit liegt das Preisniveau verglichen mit dem Vorjahr gut 130 Prozent über den 49 Cent, die eine Salatgurke damals im bundesweiten Durchschnitt kostete.

Teurer als im Winter

"Selbst für Wintermonate sind Preise über einen Euro das Stück eher die Ausnahme", sagt Michael Koch, Marktanalyst für den Gartenbau bei der AMI. Doch die Gurke ist nicht erst kürzlich im höheren Preissegment angekommen. Für den Preisanstieg gibt es laut Koch mehrere Gründe. Sicher tat auch die Hitze ihr Übriges, durch die die Pflanzen im Gewächshaus leicht unter Stress geraten könnten. "Die Gurke ist schon ein bisschen ein Sensibelchen", erklärt er. Wenn es zu warm oder zu sonnig ist, könne es vorkommen, dass einige Pflanzen Blüten abwerfen.

Auch interessant: Low-Carb verkürzt LebenserwartungenEin weiterer Grund sei, dass viele Erzeuger in mehreren Ländern zum gleichen Zeitpunkt ihre alten Gurkenpflanzen herausgenommen und neue gepflanzt hätten. Dadurch falle das Angebot dann zunächst einmal geringer aus.