Es müsse bezweifelt werden, ob Ponader wirklich der Hauptverantwortliche für die Reibereien im Vorstand war, sagte Sladek der dpa.

Ponader kündigte am Mittwochabend an, sein Amt im Mai beim Parteitag in Neumarkt (Bayern) aufzugeben. Er hatte sich zuvor nicht mit der Forderung durchsetzen können, dort den kompletten Vorstand neu zu wählen. Der 36-Jährige stand in den letzten Monaten im Zentrum quälender Personaldebatten und war wiederholt zum Rücktritt aufgefordert worden.

Dem Berliner wird erhebliche Mitschuld am Niedergang der Partei in den Umfragen gegeben. Nach derzeitigem Stand würden die Piraten den Einzug in den Bundestag klar verpassen. Auch bei einer parteiinternen Befragung bekam der Mann, der gerne in Talkshows provozierte und ein Gegenpol zum eher ruhigen Parteichef Bernd Schlömer war, jüngst sehr schlechte Noten.