Nach einer ersten Schätzung der Gruppe "Durchgezählt" zufolge versammelten sich zwischen 6000 bis 7500 Asylgegner vor der Dresdner Frauenkirche - deutlich weniger als in den Vorwochen. Zeitgleich protestierten bis zu 1000 Menschen gegen Pegida.

Vor zwei Wochen waren zum Jahrestag der Pegida-Bewegung bis zu 20.000 Menschen zusammengekommen. In der vergangenen Woche wurden noch bis zu 12.000 Asylgegner mobilisiert.


Bachmann vergleicht Justizminister Maas mit Goebbels

Bei der Kundgebung an diesem Montag vor der Frauenkirche verglich Cheforganisator Lutz Bachmann den SPD-Bundesjustizminister Heiko Maas mit NS-Propagandachef Joseph Goebbels. Maas sei "einer der schlimmsten geistigen Brandstifter seit Goebbels und Karl-Eduard von Schnitzler", sagte Bachmann.
Anlass waren Äußerungen des SPD-Politikers, der Übergriffe auf Flüchtlingsheime und den Anschlag auf die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker während ihres Wahlkampfes als "Wirkung dieses 'Pegida'-Giftes" bezeichnet hatte. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde erneut für ihre Flüchtlingspolitik kritisiert. Die Menge skandierte unter anderem "Merkel muss weg" und "Volksverräter".

Zum Protest gegen Pegida hatte die Initiative "Gepida" aufgerufen. Das Kürzel steht für "Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter".