Die Erlaubnis des Oben-ohne-Badens für alle stößt bei Männern auf größere Zustimmung als bei weiblichen Befragten.

Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

Fast die Hälfte der befragten Männer finden Oben-Ohne-Baden gut

Auf die Frage «Erste Bäder erlauben nackte weibliche Oberkörper zu bestimmten Zeiten - wie finden Sie das?» antworteten 46 Prozent der männlichen Befragten mit «sehr gut» oder «eher gut», jedoch nur 28 Prozent der Frauen. Insgesamt beurteilen es 37 Prozent der Erwachsenen in Deutschland positiv. Besonders Männer über 55 stimmten zu - warum sie oberkörperfreies Baden gut finden, war aber nicht Teil der Umfrage. 

Nachdem die Stadt Göttingen kürzlich an Wochenenden  das Baden im Schwimmbad «oben ohne» erlaubt hat, wird das Thema viel diskutiert. 

Der Stadtrate in Göttingen hatte so entschieden, nachdem eine nicht-binäre Person aus einem Schwimmbad geworfen worden war, weil sie ihr Oberteil abgelegt hatte. Nachdem die Person Hausverbot bekommen hatte, ging der Fall in den Stadtrat. Der Sportausschuss entschied zunächst, dass es gar keine Einschränkungen mehr geben sollte. Dann wurde nachgebessert und nun dürfen Menschen aller Geschlechter ihren Oberkörper am Wochenende im Schwimmbad entblößen. 

Informationen zur Umfrage

Die Frage lautete: Erste Bäder erlauben nackte weibliche Oberkörper zu bestimmten Zeiten - wie finden Sie das?

Antwortmöglichkeiten:

  • sehr gut (19 Prozent; männlich: 25 Prozent; weiblich: 14 Prozent),
  • eher gut (18 Prozent; m: 21 Prozent; w: 14 Prozent),
  • teils/teils (26 Prozent; m: 27 Prozent; w: 25 Prozent),
  • eher nicht gut (14 Prozent; m: 10 Prozent; w: 18 Prozent),
  • gar nicht gut (14 Prozent; m: 9 Prozent; w: 19 Prozent),
  • keine Angabe (9 Prozent; m: 8 Prozent; w: 10 Prozent)

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2042 Personen zwischen 14. und 16. Juni 2022 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

 

mit dpa