Dort hatte der Angeklagte Carsten S. nach eigener Aussage im Auftrag des Angeklagten Ralf Wohlleben die Waffe besorgt, mit der Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos neun ihrer zehn Opfer getötet haben sollen.

Der Beamte berichtete von der Vernehmung des «Madley»-Mitarbeiters Andreas S., der die Aussage im Prozess verweigert hatte. Er zitierte aus dessen Angaben bei der polizeilichen Vernehmung. «Ich habe dem die Scheiß-Knarre besorgt», habe der Mitarbeiter nach anfänglicher Weigerung gesagt. Wohlleben habe den Auftrag gegeben, 2500 Euro habe Carsten S. dafür bezahlt. Die Waffe sei dann in ein Handtuch gewickelt und in einem Auto übergeben worden.

Es habe sich bei der Bestellung ausdrücklich um eine «scharfe Waffe» gehandelt «und keine Spielzeugwaffe», zitierte der Polizist den «Madley»-Mitarbeiter.