Die Corona-Maßnahmen im Saarland sollen vor allem für Ungeimpfte deutlich verschärft werden. Das kündigte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Montag (29.11.2021) in einer Sondersitzung des Landtags an. Die neuen Bestimmungen sollen an diesem Dienstag (30.11.) im Ministerrat beschlossen werden und voraussichtlich zwei Tage später in Kraft treten. "Diese werden Nicht-Geimpfte in stärkerem Maße treffen als die Geimpften", sagte Hans laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Dies sei nur folgerichtig, nachdem man allen Saarländerinnen und Saarländern ein Impfangebot unterbreitet habe.


Für Ungeimpfte gilt demnach künftig im öffentlichen und privaten Raum: Nur noch ein Haushalt plus eine nicht diesem Haushalt angehörige Person dürfen sich treffen. Für Geimpfte, Genesene, Schüler sowie Kinder unter sechs Jahren gilt diese Regelung nicht.

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Auch Geimpfte und Genesene müssen sich künftig für einige Innenbereiche testen lassen. So wird künftig die Regelung 2G-plus -auch Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich einen negativen Test vorweisen - für den Innenbereich der Gastronomie festgeschrieben, ebenso für die Hotellerie, für körpernahe Dienstleistungen, für Freizeiteinrichtungen wie Schwimm- und Spaßbäder, Thermen und Saunen, für jegliche sportliche Betätigung in Innenräumen und für alle kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen.

Ausweitung der 2G-Regelung - Neue Maßnahmen sollen ab Donnerstag (2.12.2021) gelten 

Die 2G-Regelung - geimpft und genesen - wird eingeführt für Freizeitaktivitäten im Außenbereich wie etwa in Freizeitparks, bei kulturellen Betätigungen in Gruppen, bei der Teilnahme am Freizeit- und Amateursportbetrieb, ebenso in Tanzschulen, in Fitnessstudios und auch der Außengastronomie. Außerdem gilt 2G auch in den Ladenlokalen - ausgenommen in jenen Läden, die der Grundversorgung dienen.


Laut Hans hat sich die Landesregierung in der vergangenen Woche auf diese Eckpunkte geeinigt. Weitere detaillierten Regelungen sollen in dieser Woche in einer neuen Rechtsverordnung festgehalten werden. Nach Angaben eines Regierungssprechers werden die neuen Bestimmungen voraussichtlich ab Donnerstag (2.12.2021) gelten.

Bayern zog die Corona-Regeln bereits vergangene Woche deutlich an 

Während das Saarland erst in dieser Woche über die Verschärfung der Maßnahmen diskutiert, gilt der "Lockdown für Ungeimpfte" in Bayern bereits seit vergangenem Mittwoch (24.11.2021). Nach dpa-Angaben zählt Bayern zu den Bundesländern mit den strengsten Corona-Regeln und in Hotspots sogar einen "harten Lockdown"

Auch dort kommt faktisch flächendeckend die 2G-Regel zum Einsatz. Zum Friseur und in Bibliotheken dürfen seitdem nur noch Geimpfte und Genesene. Gleiches gilt für Hoch-,  Musik-, Fahr- und Volkshochschulen. Ungeimpfte dürfen sich nur noch in Gruppen von maximal fünf Personen treffen, die aus zwei unterschiedlichen Haushalten stammen. Kinder unter 12 Jahren zählen nicht mit. Schulen sind hiervon natürlich eine Ausnahme.

2G-plus: Geimpft oder Genesen plus negativer Schnelltest 

In vielen Bereichen greift sogar 2G plus. Hier müssen Geimpfte oder Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen können. Dies gilt zum Beispiel für Kultur- und Sportveranstaltungen, Messen und Tagungen sowie Freizeiteinrichtungen. Zudem dürfen Kultur- und Sportveranstaltungen nur noch in deutlich kleinerem Rahmen stattfinden: mit einer Auslastung von maximal 25 Prozent an Zuschauern. Messen dürfen nur ein Viertel der bisherigen Besucherzahlen zulassen, höchstens 12.500 Personen täglich.  Am Arbeitsplatz und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt die 3G-Reglung. Kinder unter sechs und Schüler dürfen weiterhin ohne 3G-Nachweis mit Bus, Bahn und Co. fahren. 

Clubs, Diskotheken und Bordelle mussten komplett schließen und auch die Weihnachtsmärkte wurden im ganzen Land abgesagt. In der Gastronomie gibt es zwischen 22 und 5 Uhr eine Sperrstunde. 

Extra Maßnahmen für Hotspot-Regionen 

Weitere drastische Einschränken treten in Landkreisen und kreisfreien Städte in Kraft, die zu einer sogenannten Hotspot-Region werden. Das heißt: Wenn sie eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1.000 erreichen.

Dann müssen Gastronomie, Hotels, Sport- und Kulturstätten schließen. Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen aller Art sind verboten. Nur Schulen und Kitas sowie der Handel dürfen offen bleiben. Dort gilt dann aber: eine Person auf 20 Quadratmeter. 

mit dpa

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