Zwar klettert das Aufkommen im laufenden Jahr erstmals über die Marke von 600 Milliarden Euro und fällt um rund 5,9 Milliarden Euro höher aus als noch in der Mai-Steuerschätzung erwartet. Für die Folgejahre aber kann der Staat mit keinen größeren Zusatzeinnahmen im Vergleich zur letzten Prognose rechnen, wie die aktuelle Steuerschätzung ergab. Ihre Ergebnisse wurden am Mittwoch bekanntgegeben.

Neue haushaltspolitische Spielräume ergeben sich damit nicht. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechnet aber damit, dass der Bund zumindest in diesem Jahr weniger neue Schulden macht als zuletzt geplant. Er erwartet, dass die Nettokreditaufnahme um 4 bis 5 Milliarden Euro geringer ausfallen könnte als die unterstellten 32,1 Milliarden Euro. Er sei zuversichtlich, dass dieser Wert am Ende für 2012 nochmals unterboten werden könne, sagte der Finanzminister.