Berlin
Reaktion

Nach Erdogan-Fotos: Deniz Naki empört über Gündogan und Özil

Mesut Özil und Ilkay Gündogan posierten Anfang der Woche mit dem türkischen Staatspräsidenten und lösten so eine Debatte aus. Nun reagierte ein ehemaliger U21-Nationalspieler.
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Ilkay Gündogan (links) und Mesut Özil posierten Anfang der Woche mit Recep Tayyip Erdogan in London. Foto: Uncredited / Pool Presidential Press Service / AP / dpa
Ilkay Gündogan (links) und Mesut Özil posierten Anfang der Woche mit Recep Tayyip Erdogan in London. Foto: Uncredited / Pool Presidential Press Service / AP / dpa
Deniz Naki reagiert auf Fotos der deutschen Nationalspieler mit Erdogan:
Deniz Naki, ein ehemaliger Fußball-Profi von Zweitligist FC St. Pauli wurde von der türkischen Fußballföderation (TFF) vor einiger Zeit wegen "Diskriminierung und ideologischer Propaganda" lebenslang gesperrt. Er hat kurdische Wurzeln und wuchs in Düren (Nordrhein-Westfalen) auf, spielte aber zwischenzeitlich für den kurdischen Drittligisten Amed Sportif Faaliyetler.

Nach dem er am 7. Januar auf der A4 aus einem fahrenden Auto heraus beschossen wurde, erklärte der ehemaligen U21-Nationalspieler wegen "massiver Sicherheitsbedenken" nicht mehr in die Türkei zurückkehren zu wollen.
Nun äußerte sich der 28-Jährige zur aktuellen Debatte, um Fotos, die Ilkay Gündogan (Manchester City) und Mesut Özil (FC Arsenal) mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigen. "Özil und Gündogan beteiligen sich an Erdogans Wahlkampf", so Naki gegenüber der "Sport Bild".

Zusätzlich zeigt sich Naki empört über die Symbolkraft der PR-Aktion: "Wenn das ihr Präsident sein soll, warum spielen sie dann für Deutschland? Ich finde das nicht in Ordnung. Man kann einem Präsidenten ein Trikot überreichen, wenn der für Frieden und Demokratie ist. Die ganze Welt aber weiß, dass Erdogan das nicht ist."
red/tu