Zinnowitz
Anklage

Mordfall Maria: Täter wollten sehen, wie ein Mensch stirbt - Opfer war schwanger

Der Fall sorgte bundesweit für entsetzen: Im Ostseebad Zinnowitz auf Usedom wurde die 18-jährige Maria ermordet. Nun stehen zwei Männer vor Gericht: Sie sollen aus reiner Mordlust gehandelt haben.
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Vier Monate nach der Tat stehen zwei Männer vor Gericht: Sie sollen eine 18-Jährige in Zinnowitz ermordet haben. Symbolbild: Stadtgeschehen-Luebeck/pixabay
Vier Monate nach der Tat stehen zwei Männer vor Gericht: Sie sollen eine 18-Jährige in Zinnowitz ermordet haben. Symbolbild: Stadtgeschehen-Luebeck/pixabay

Vier Monate ist es her, da wurde die 18-jährige Maria tot in ihrer Wohnung in Zinnowitz gefunden. Die Polizei ging schnell von einem Gewaltverbrechen aus. Vier Wochen später konnten die Beamten zwei Verdächtige festnehmen. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die zwei jungen Männer erhoben.

Und die Vorwürfe wiegen schwer: Den 19 und 21 Jahre alten Bekannten des Opfers wird "gemeinschaftlicher Mord aus Mordlust" vorgeworfen, wie Oberstaatsanwalt Marc Engelhardt am Montag in Stralsund sagte. "Sie hatten sich verabredet und genau dieses Opfer ausgesucht, weil sie sehen wollten, wie ein Mensch stirbt", erklärte der Behördensprecher zum möglichen Motiv.

Opfer war zur Tatzeit schwanger

Maria war am 19. März erstochen in ihrer Wohnung gefunden worden. Die Obduktion ergab, dass sie zur Tatzeit schwanger gewesen war, sagte Engelhardt. Die beiden Männer aus Zinnowitz und einem Nachbarort hätten die Tote liegen gelassen und sich weiter in der Region aufgehalten.

Wann mit einem Urteil zu rechnen ist, wurde zunächst nicht bekannt.