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Mode-Trends im Frühjahr: Beige, Leder und Sabots - was dieses Jahr angesagt ist

Was zieht man heute an? inFranken.de hat die wichtigsten Trends der Farben, Materialien und Schuhen zusammengefasst. So viel steht schon mal fest, der Freiheit sind in diesem Frühjahr keine Grenzen gesetzt.
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Was anziehen in diesem Frühjahr? Der Kleiderschrank ist, wie immer voll, und trotzdem hat man nicht das passende zum Anziehen? inFranken.de hat die kommenden Trends zusammengefasst.

Modedesigner schlagen gerne mal eine Rolle rückwärts, um sich Inspirationen aus vergangenen Epochen für ihre aktuelle Mode zu holen. Nach den 90ern und den 80er sind nun - natürlich - die 70er Jahre dran. "Die leuchtenden, bisweilen auch schrillen Farben wie Apfelgrün oder Orange sind ebenso ein Kennzeichen dieser Mode wie etwa Muster im Ethno-Stil", erklärt die Stilberaterin Maria Hans aus Hamburg.

Was sind die Trends im Frühjahr?

"Aber auch Materialien wie Häkelspitze, die man jetzt oft bei kurzen Kleidern sieht, gehören dazu." Und gerade auch einige schöne Sommerstücke haben Anleihen der Siebziger: "Vor allem Hotpants sind ja ein echtes Merkmal dieser Mode-Dekade - und jetzt sind sie wieder zurück", so Hans weiter.

 

 

Stark im Kommen sind aber auch Bermudas, die jetzt häufiger zu Blazern getragen werden, so der Experte. Das gebe ihnen einen ganz neuen Twist. Ebenfalls ein Merkmal der Siebziger Jahre in der heutigen Mode sind Metallic-Stoffe, die es in Silber und Gold, aber auch in stärkeren Farben wie leuchtendem Apfelgrün gibt.

So sind es vor allem Neon- und Naturfarben, die in der kommenden Frühjahrsmode bestimmend sind. En vogue bleibt aber weiterhin die Jeans. "High-Waist-Jeans - also Denims, die bis zur Taille reichen - sind jetzt in der Skinny-Version zu haben", berichtet Shoppingberaterin Andrea Lakeberg aus Berlin.

Frühlings-Mode: Beige ist voll im Trend

Beige feiert ein großes Comeback in diesem Frühjahr. Gemeinhin als Rentnerfarbe verschrien, liegt die Sandfarbe dieses Jahr wieder voll im Trend. Schon in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts galt die Farbe als reiner und edler Ton. Wiederbelebt wurde sie einmal in den 1960er Jahren durch Audrey Hepburns Trenchcoat in "Frühstück bei Tiffany" und von Jil Sander in den 1980er Jahren.

 

"Die Auseinandersetzungen mit dem Klimawandel und das Thema Nachhaltigkeit haben zu einem Boom der Naturfarben geführt", sagt der Frankfurter Modeberater Andreas Rose. Das zeigt sich auch in den angesagten Stoffen Leinen und Flachs.

Auch in diesem Jahr kann man Beige also wieder tragen. Am besten kombiniert in verschiedenen Nuancen und mit verschiedenen Materialien und Strukturen. Dann kann man Beige auch zu Beige tragen ohne dass es gleich einförmig wirkt.Der Vorteil: Die Farbe passt so zu den dezenten und weniger düsteren Trendfarben des Frühlings. "Dies ist ein neutraler Trend, der zu ganz unterschiedlichen Gelegenheiten genau richtig ist", findet die Stylistin Valeriya Licht aus Berlin.

Beige mit Beige oder leuchtenden Farben

Angesagt sind in diesem Frühjahr vor allem Erdtöne - also alle Beige- und Braunschattierungen - und viel Grau, aber nicht nur. "In dieser Saison gehören auch Nuancen wie Wasserblau oder Varianten von Grün dazu", sagt Rose. Leuchtende Farben wie Pink oder Orange oder Pastelle lassen sich ebenso hervorragend mit der neuen Trend-Farbe kombinieren.

 

Wichtig ist, es muss zum Hauttyp passen. "Man muss eigentlich nur darauf achten, dass die Farben auch zum eigenen Teint passen", führt Valeriya Licht aus. "Kühle Varianten stehen blonden Frauen mit blauen Augen gut, können aber Trägerinnen mit dunklem Haar und eher warmem Teint leicht blass aussehen lassen."

Keine Sorge, liebe Puristen: Natürlich gibt es Leder im Frühling auch in klassischem Schwarz und Braun. Darüber hinaus bekommt das edle Naturmaterial jetzt aber Verstärkung: Auffällige Farbe sind für Leder - vor allem sprechen wir hier inzwischen von Kunstleder - angesagt.

Trend im Frühjahr: Leder in verschiedenen Farben

"Man kann ein farbiges Stück gut zu einem Komplettlook in Schwarz kombinieren. Das sieht dann besonders edel aus", erklärt Lena Sämann, Leiterin des Mode-Ressorts von Vogue.de. Alternativ sollte man das Leder monochrom zu Stücken im gleichen Farbton oder maximal einer leicht abweichenden Nuance kombinieren - hier geht es dann also rein um den Materialmix, etwa Leder zu Stoff. Dazu aber keine Muster tragen, rät die Expertin.

Gerade bei farbigem Leder ist eines wichtig beim Einkauf: die Qualität des Leders, ob es nun Kunstleder oder echtes Tiermaterial ist. Denn die Farbe lasse Leder von geringer Qualität sonst wie einen Kunststoff - und damit billig - wirken, erläutert die Stilberaterin Katharina Starlay aus Wiesbaden.

Ihr Tipp: Schattierungen werten das Material auf. Alternativ sollte das gesamte Stück in einem Used-Look gehalten werden - also so wirken, als handele es sich um ein schon viele Jahre getragenes Stück.

 

Für alle, die sich mit dem Farbtrend bei Leder nicht anfreunden können, bietet der Trend noch eine Abbiegespur: "Wer den Trend erst einmal vorsichtig ausprobieren möchte, greift am besten zu gedeckten Farben wie Rostrot oder Braun", rät Sämann. Gerade viele beige Lederstücke - also in Originalfarbe - finden sich derzeit im Handel. Die Alternative ist gebrochenes Weiß - neben Beige der Tipp von Shoppingberaterin Müller-Winkelmann: "Diese Farben wirken edel und zugleich zurückhaltend."

Mit Stiefeln durch den Sommer

Diese Sommermode überrascht: In den Schuhregalen des Handels finden sich tatsächlich Stiefel für die warmen Tage des Jahres. Claudia Schulz vom Deutschen Schuhinstitut spricht von einem "Top-Thema dieser Saison". Warum passiert das?

Der Grund ist tatsächlich naheliegend: Das Wetter im Sommer ist oft nicht sommerlich - und bei Regen sind Stiefel nun mal unschlagbar. Die Grenzen zwischen den Mode-Saisons verwischen außerdem zunehmend, erläutert Alexander Radermacher, Fashion Director der Schuhmesse Gallery Shoes in Düsseldorf, die Hintergründe dieses Trends. "Und dazu gehört eben, dass Stiefel auch im Sommer getragen werden."

Trotz des Stiefel-Trends: Sandalen gehen immer

Angesagt bleibt die Form, die bereits im Herbst in Mode war: "Gerade geschnitten und bis unter das Knie reichend", so Radermacher. Aber auch Stiefeletten werden weiterhin voll im Trend liegen. Trotzdem gilt, wie immer, ein Sommer ohne Sandalen ist nicht denkbar.

 

Die Alternative zur Sandale sind erhöhte, hinten offene Damenschuhe namens Sabots. "Sie wirken angezogener als Riemchen-Sandalen und passen deshalb auch gut zum Job-Outfit", findet Schulz. Ihr Favorit: "Pumps und Mules mit extremen Steppungen, die sind ein echter Hingucker." Damit sind Schuhe gemeint, die ein wenig wie ein gestepptes Ledersofa wirken.

Eckig und Erdfarben: so soll der Schuh im Frühjahr sein

Die Form der Saison ist eckig. Die Sohle unter den Zehen ist also nicht abgerundet oder spitz, sondern kantig.Die mächtigere Optik der Karreeform korrespondiert mit einem weiteren Trend, der optisch in die gleiche Richtung geht: Die sogenannten Flatforms sieht man nun immer öfter im Handel. Dabei handelt es sich um Plateauschuhe mit durchgehend gleichhoher Sohle. Daneben sind auch Blockabsätze nicht nur beliebt, sondern auch gut zu tragen.

Wie in eigentlich allen Bereichen des Lebens nimmt auch bei der Schuhmode die Nachhaltigkeitsfrage zunehmend einen Platz ein. Hier äußert sich das zum einen durch die verstärkte Verwendung von natürlichen Materialien - laut Schulz sind das oft Stoffe, aber auch Korbgeflecht und Sisal. Auch mit der Farbe wird Bezug auf die Natur genommen.