Bis Dienstag gingen beim Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus 4163 Beschwerden ein und damit rund 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bis Jahresende rechnet Königshaus mit einem weiteren Anstieg auf 5000 Eingaben. Gemessen an der Zahl der Soldaten wäre das der höchste Stand seit Beginn der Erfassung 1959.

«Allein die inakzeptabel langsame Bearbeitung von Beihilfeanträgen für Rechnungen von Ärzten, Apotheken oder Krankenhäusern hat bisher über 350 Soldaten dazu bewegt, eine Eingabe zu schreiben», sagte Königshaus der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstag). Die Bearbeitungsengpässe bei der Beihilfe sind eine Folge der Bundeswehrreform. Die Beschwerden der Soldaten betreffen aber auch Personalführung, Besoldung, Standortschließungen, Auslandseinsätze oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.