Mittlerweile herrscht bundesweit eine Maskenpflicht. Unter anderem muss beim Einkaufen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Einige sind mit dieser Regelung nicht zufrieden. Sie fühlen sich unwohl und glauben nicht, dass eine Maske Infektionen verhindern kann.

Anderen ist es schlicht und ergreifend nicht möglich, eine Maske zu tragen. Durch bestimmte Atemwegserkrankungen bekommen Sie unter dem Mundschutz nicht genügend Luft. In Saarbrücken wurde ein an Asthma erkrankter Mann aus einem Geschäft geworfen, weil er keine Maske trug.

Rausschmiss trotz Attest: Kunde fühlt sich gedemütigt

Der 32-jährige Kai H. wandte sich nach einem Vorfall in einem Supermarkt an sol.de. Seit seiner Kindheit leidet Kai an Asthma. Als im Saarland die Maskenpflicht in Kraft trat, wandte er sich an seinen Arzt. Aufgrund seiner schweren Atemwegserkrankung stellt ihm dieser ein Attest aus, das ihn von der Maskenpflicht befreit.

Am 28. April wollte er für seine Familie einkaufen gehen. Im Geschäft zeigte er einem Mitarbeiter sein Attest vor, um zu erklären, warum er keinen Mundschutz tragen kann. Trotz ärztlichem Attest wurde er des Ladens verwiesen. Auch ein Gespräch mit der Marktleitung führt zu nichts.

Kai schrieb an den Kundeservice des Marktes, um die Lage erneut zu erklären. Fünf Tage später hatte er noch keine Antwort und kontaktierte sol.de. Dort beschrieb er die Situation im Markt als demütigend. 

Supermarkt entschuldigt sich nach Anfrage der Presse

Nachdem das Nachrichtenportal das Geschäft mit dem Vorwurf konfrontiert hatte, erhielt Kai H. unverzüglich eine Entschuldigung. Das Geschäft bedauere es sehr, dass es zu diesem unangenehmen Zwischenfall gekommen sei. Man habe so kurz nach der Einführung der Maskenpflicht noch nicht alle nötigen Informationen dazu erhalten gehabt. Von der Ausnahmeregelung habe man erst später erfahren.