Laden...
Frankfurt/Main
Konzerte in Corona-Zeiten

"Rock im Park"-Erfinder hält Konzerte mit Masken für möglich - und plant Testlauf noch in diesem Jahr

Konzertpromoter und "Rock im Park"-Erfinder Marek Lieberberg will Konzert mit Mundschutz-Pflicht ermöglichen. Als Test könnte ein Konzert vor 10.000 Besuchern in einem Stadion dienen, das noch 2020 veranstaltet werden soll.
Artikel drucken Artikel einbetten
Konzert, Festival
Um der Konzertbranche auf die Beine zu helfen, schlägt Promoter Lieberberg eine Mundschutz-Pflicht für die Besucher und weitere Hygienemaßnahmen vor. Einen Testlauf mit 10.000 Menschen soll es noch in diesem Jahr geben. Foto: pexels/pixabay.com

Marek Lieberberg will der unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie leidenden Konzertbranche wieder auf die Beine helfen.  Dafür plant er laut ntv.de mehrere Maßnahmen, wie er in der Sendung ntv Frühstart bekannt gab. 

Lieberberg, der einst die beiden bekannten deutschen Festivals "Rock am Ring" und die Parallelveranstaltung "Rock im Park" erfand und jetzt als Geschäftsführer des Frankfurter Konzertveranstalters "Live Nation" tätig ist, macht sich für Konzerte mit Maskenpflicht für das Publikum stark. Die Veranstalter von "Rock im Park" haben am Mittwoch die Headliner für 2021 bekannt gegeben und vermeldet, dass der Ticket-Tausch noch bis Ende Juni läuft.

Konzerte mit Mundschutz-Pflicht für das Publikum: Neustart für Konzertbranche?

Schließlich gehe es darum, die Verbreitung von Viren in Konzertsälen und Stadien einzuschränken. Gelänge dies durch eine Mundschutz-Pflicht, "dann sind wir ein gutes Stück voran, dass wir in die Situation für einen Neustart kommen können", erklärt der Konzertpromoter.  

Als weitere Maßnahmen seien unter anderem Desinfektion, Entzerrung von Ein- und Auslass, Einbahnstraßenverkehr und abgetrennte Zone für den Sanitärbereich denkbar.  Nicht machbar seien allerdings Fiebermessungen und Corona-Tests vor Ort.

Dadurch könnte die Konzertbranche laut Lieberberg den Betrieb möglichst schnell wieder aufnehmen. Noch in diesem Jahr könne sich "Live Nation" einen Testlauf vorstellen: ein Konzert mit 10.000 Besuchern in einem Stadion. Vorgesehen sei es, die Zuschauer auf den Rängen zu entzerren und den Innenraum zu bestuhlen. "Das wird vielleicht eine etwas absurde Anmutung haben, aber es setzt ein Signal. Wir wollen zeigen: Wir können das, wir versuchen das", wird Lieberberg von ntv.de zitiert.

Kapazität für Konzerte erhöhen

Danach müsse allerdings die Politik bereit sein, die Kapazität für Konzerte zu erhöhen, fordert Marek Lieberberg. Es wäre der Super-Gau, wenn spätestens im nächsten Jahr Veranstaltungen nicht so veranstaltet werden könnten, wie sie geplant seien.