München

Männlich, weiblich, divers: Drittes Geschlecht in Bayern nur selten beantragt - Nürnberg liegt vorne

Im Geburtenregister gibt es seit Jahresanfang die Option auf Eintragung des dritten Geschlechts. Bislang wird diese sehr selten genutzt. In München gibt es lediglich zwei entsprechende Anträge. Nürnberg liegt mit fünf Anträgen vorn.
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Seit Januar gibt es im Geburtsregister neben männlich und weiblich für intersexuelle Menschen auch die Option divers. In Bayern wurde sie bislang nur selten gewählt. Symbolfoto: pixabay/Anemone123
Seit Januar gibt es im Geburtsregister neben männlich und weiblich für intersexuelle Menschen auch die Option divers. In Bayern wurde sie bislang nur selten gewählt. Symbolfoto: pixabay/Anemone123

In Bayerns Standesämtern liegen bisher nur wenige Anträge auf Eintragung des dritten Geschlechts vor. Seit Januar gibt es im Geburtsregister neben männlich und weiblich für intersexuelle Menschen auch die Option divers. Mit fünf lagen bislang beim Nürnberger Standesamt die meisten Anträge dazu vor. In Regensburg gibt es bisher drei entsprechende Anträge, in München sind es lediglich zwei. In Augsburg Würzburg, Fürth, Bamberg und Ingolstadt dagegen wurde das Geschlecht divers bisher nicht für Erwachsene ins Geburtsregister eingetragen. Den Standesämtern zufolge wurde noch kein Neugeborenes unter divers registriert.

Der Bundestag hatte die Einführung des dritten Geschlechts Mitte Dezember 2018 beschlossen. Damit setzte das Parlament eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts um. Die Pflicht, einen Menschen dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuzuordnen, war darin als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot gewertet worden.