Union und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, dass Aufsichtsräte großer Unternehmen ab 2016 eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent aufweisen sollen. Dies sei «ein erster Schritt» und werde auch Auswirkungen auf die Vorstände haben, sagte Maas. «Mehr Frauen in den Aufsichtsräten werden zu mehr Frauen in den Vorständen führen.»

Ähnlich äußerte sich am Sonntag die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Carola Reimann. «Die Quote muss sein.» Werde die Vorgabe nicht erreicht, blieben die dafür vorgesehenen Stühle frei. «Das wird Zugkraft haben. Auch bei den Vorständen wird es mit verbindlichen Zielvorgaben ab 2015 einen Schub nach vorne geben.»