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Berlin
Himmelsphänomen

Aufgepasst, Sternschnuppen-Fans: Heute Nacht erscheinen Leoniden

Die Sternschnuppen erreichen im November ihren jährlichen Höhepunkt. Fast schon im Dauerregen sind sie am Himmel zu sehen. inFranken.de erklärt, wann die Chancen am besten stehen, um eine Sternschnuppe zu entdecken.
 
Sternschnuppen im November
Im November können bis zu 15 Sternschnuppen am Nachthimmel entdeckt werden. Symbolfoto: Rad Pozniakov/unsplash.com

Sternschnuppenfans dürfen sich schon einmal ihre Wünsche überlegen: Seit dem 10. November ist in Deutschland der Meteorstrom der Leoniden am Himmel zu sehen. Ihren Höhepunkt erreichen die Sternschnuppen jetzt in der Nacht von Montag auf Dienstag (16./17. November).

Ihr Maximum liegt zur Mittagszeit des 17. November, leider ungünstig für den europäischen Sternschnuppenjäger. Aber auf einzelne Vertreter kann man in den Nächten davor und danach immer hoffen.  Dann können rund 15 Sternschnuppen pro Stunde am Himmel zu sehen sein. Die beste Aussicht auf Sternschnuppen hat man in den frühen Morgenstunden. Ein günstiger Beobachtungsplatz ist dunkel, also ohne sichtbares künstliches Licht, wie der Verein Sternwarte Feuerstein e. V. berichtet.

Leoniden 2020: Schwaches Leoniden-Jahr mit nur 15 Sternschnuppen pro Stunde

Laut der Informationsseite leoniden.net ist die Menge an Sternschnuppen in diesem Jahr eher überschaubar. "2020 wird erneut ein sehr bescheidenes Leonidenjahr sein", heißt es auf der Seite.  Im Maximum sollen lediglich 15 Sternschnuppen pro Stunde erreicht werden. Der einzige positive Punkt in diesem Jahr: Der Mond fällt als Störfaktor weg. 

In der Regel sind bei den Leonidenschauern zwischen zehn und 25 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen.

Phänomen am Nachthimmel: Was sind die Leoniden?

Die Leoniden sind ein im November auftretender Meteorstrom. Der Ursprung ist der Komet 55P/ Tempel-Tuttle, welcher um die Sonne kreist und dabei unzählige Bruchstücke, sogenannte Meteoroiden, hinterlässt. Solche Bruchstücke können durch die Erdbahn in die Erdatmosphäre gelangen und verglühen. Beim Auflösen können diese Bruchstücke als Meteoren, also Sternschnuppen, am Himmel wahrgenommen werden.

 

Seinen Namen erhielt der Sternschnuppenregen von dem Sternbild Löwe, im Lateinischen Leo, in dem die Sternschnuppen zu sehen sind. Weil dieses Sternbild erst nach Mitternacht zu sehen ist, liegen die Chancen, die Leoniden am Himmel zu erblicken, kurz vor Beginn der Morgendämmerung am höchsten.

Leoniden bewegen sich außerordentlich schnell durch die Atmosphäre

Die Leoniden sind weisen bei ihrem Eintritt in die Erdatmosphäre mit bis zu 70 Kilometern pro Sekunde eine außergewöhnlich schnelle Geschwindigkeit auf. Diese hohe Geschwindigkeit lässt sich dadurch erklären, dass sich die Meteoroiden entgegengesetzt zur Bewegung der Erde durch den Raum bewegen, weshalb sich die relativen Geschwindigkeiten von Erde und Meteoroiden addieren.