Im Uniklinikum Leipzig ist ein Mann möglicherweise an den Folgen einer Corona-Impfung verstorben. Das melden mehreren Medien am Donnerstag (10. Juni 2021), darunter auch die Bild.  Zuerst hatte die Leipziger Volkszeitung (LVZ)  am Mittwoch über den Fall berichtet.

Demnach verstarb der Mann aus Leipzig, dessen Alter mit "Ende 40" angegeben wird, in dieser Woche in der Uniklinik an den Folgen einer Sinusthrombose.  

Tod durch Thrombose nach Astrazeneca-Impfung: Laborergebnisse weisen auf Zusammenhang hin

Aufgrund der zeitlichen Nähe könne der Tod des über 40-Jährigen mit einer Corona-Impfung mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca in Zusammenhang stehen. "Die bisherigen Laborergebnisse weisen auf einen Zusammenhang mit der vorhergehenden Impfung hin, sind aber noch nicht abgeschlossen", zitiert die Bild eine Krankenhaus-Sprecherin.

Laut offiziellen Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vom 1. Juni wurden bis zu diesem Zeitpunkt in Deutschland 102 Thrombose-Fälle nach der Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff Vaxzevria (AstraZeneca) gemeldet. 67 dieser Meldungen des Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) betrafen Frauen (Alter zwischen 20 bis 59 Jahren: 44 Fälle; zwischen 60 und 69 Jahren: 16 Fälle; zwischen 70 und 79 Jahren: sechs Fälle; in einem Fall gab es keine Information zum Alter). 35 Meldungen betrafen Männer (zwischen 20 und 59 Jahren: 20; zwischen 60 und 69: 9; zwischen 70 und 79 Jahren: 2; zwischen 80 und 89 Jahren: 1; in drei Fällen gab es keine Angaben zum Alter). 21 Personen seien laut PEI an den Folgen des TTS verstorben, 13 Frauen und acht Männer.

Astrazenca und Johnson&Johnson: Diese Nebenwirkungen können bei Impfungen mit Vektorimpfstoffen auftreten.