Angesichts der angespannten Corona-Lage sieht der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach größeren Weihnachtsfeiern mit Sorge entgegen. "Obwohl bereits viele Menschen geimpft sind, kann es immer noch zu einer Überlastung der Krankenhäuser kommen. Erste Intensivstationen sind bereits am Limit", sagte er der "Rheinischen Post" am Mittwoch (3. November 2021). "Für geselliges Beisammensein in der Vorweihnachtszeit bedeutet das nichts Gutes."

Deswegen sollten seiner Meinung nach jetzt Restaurants, Kinos und andere Einrichtungen strenge 2G-Vorschriften (Zugang für Geimpfte und Genesene) durchsetzen und die Bundesländer rasch die Auffrischungsimpfung für Ältere ermöglichen.

Lauterbach blickt mit Sorge auf Vorweihnachtszeit: "Das bedeutet nichts Gutes"

"Nur dann wären Menschenansammlungen bei Weihnachtsfeiern mit vielen Mitarbeitern vertretbar", sagte Lauterbach. Bei den Auffrischungsimpfungen sollten zuerst die Menschen über 70 dran sein, genauso wie Menschen mit Vorerkrankungen oder Mitarbeiter aus dem Gesundheitssektor.

Zahlreiche andere Politiker wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzen sich derzeit für die Booster-Impfung für alle Altersgruppen ein. Auch die Ständige Impfkommission (Stiko) will überprüfen, ob die dritte Dosis für alle empfohlen werden soll. Die Entscheidung könnte schon in wenigen Wochen fallen.