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Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg

Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg: Prognosen zu Wahlen - AfD will stärkste Kraft werden

Am Sonntag, 1. September, wählen Sachsen und Brandenburg. Die Prognosen zur Landtagswahl der beiden Bundesländer: Für die SPD könnte es in Sachsen dramatisch ausgehen.
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Die Landtagswahl in Sachsen steht am 01.09.2019 bevor. Wie schneiden CDU, AfD, Linke, SPD oder die Grünen ab? Symbolfoto: Paul Zinken/dpa
Die Landtagswahl in Sachsen steht am 01.09.2019 bevor. Wie schneiden CDU, AfD, Linke, SPD oder die Grünen ab? Symbolfoto: Paul Zinken/dpa

Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg: In einer neuen Umfrage legten die Parteien der beiden Ministerpräsidenten leicht zu. Die CDU in Sachsen von Ministerpräsident Michael Kretschmer kommt im ZDF-Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen auf 32 Prozent (plus 1 im Vergleich zur Vorwoche) und vergrößert damit den Vorsprung auf die AfD. Die Rechtspopulisten liegen bei 24,5 Prozent (minus 0,5).

Landtagswahl in Sachsen: CDU und AfD beziehen Position

CDU-Ministerpräsident Kretschmer hat kurz vor der Landtagswahl seine kleine Abgrenzung zur AfD unterstrichen. "Der AfD darf man keine Verantwortung für dieses Land übertragen. Das ist eine Partei, die immer weiter in den Rechtsextremismus abrutscht", sagte er am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Das werden wir in den nächsten Monaten und Jahren ganz deutlich sehen." Kretschmer hatte in den vergangenen Monaten eine Zusammenarbeit mit der AfD immer wieder kategorisch ausgeschlossen.

In Oberfranken machen sich die ersten Kommunen für die Kommunalwahl 2020 bereit.

AfD-Landeschef Jörg Urban bekräftigt dahingegen sein Ziel, in Sachsen stärkste politische Kraft zu werden und die Regierung anzuführen. Die AfD wolle nicht mitregieren, sondern regieren, sagte er am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir wollen stärkste Kraft werden." Gefragt nach möglichen Koalitionspartnern sagte er, in Kommunalparlamenten arbeiteten die anderen Parteien bereits mit der AfD zusammen. Auch habe die AfD notfalls auch die Geduld abzuwarten, wenn im Landtag zunächst eine Koalition gegen die AfD gebildet werden sollte. "Die Zukunft gehört uns."

Brandenburg: Kopf an Kopf rennen zwischen SPD und AfD

In Brandenburg legt die SPD von Ministerpräsidenten Dietmar Woidke der Erhebung zufolge ebenfalls einen Prozentpunkt zu und erreicht 22 Prozent (plus 1). Sie liefert sich aber weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der AfD (21, plus 1). Ähnliche Tendenzen in beiden Bundesländern hatten auch andere Umfragen in den vergangenen Tagen ergeben.

Sachsen: Die Parteien hinter CDU und AfD

Auf den weiteren Plätzen in Sachsen liegen die Linke (14 Prozent, unverändert), die Grünen (11 Prozent, plus 2) und die SPD (8,5 Prozent, minus 0,5). Die FDP muss demnach mit unverändert 5 Prozent um den Einzug in den Landtag bangen. 33 Prozent der Befragten waren sich der Umfrage zufolge noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen. Bei der Frage nach dem Wunsch-Ministerpräsidenten liegt Kretschmer sowohl gegenüber dem AfD-Spitzenkandidaten Jörg Urban (67 zu 9 Prozent) als auch gegenüber dem Linken-Spitzenkandidaten Rico Gebhardt (62 zu 9) deutlich vorne.

Brandenburg: Parteien hinter SPD und AfD

In Brandenburg rangieren laut ZDF-Politbarometer hinter SPD und AfD die CDU mit 16,5 Prozent (minus 1,5), die Grünen mit 14,5 Prozent (plus 0,5), die Linke (14, unverändert), die FDP mit 5 (unverändert) und die Freien Wähler mit 4 Prozent (unverändert). Auch hier liegt der Ministerpräsident im persönlichen Vergleich deutlich vor seinen Herausforderern. Woidke hat gegenüber dem AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz einen Vorsprung von 57 zu 10 Prozent, gegenüber CDU-Mann Ingo Senftleben ist er 51 zu 20 Prozent vorne. 39 Prozent der Brandenburger haben der Erhebung zufolge allerdings noch nicht entschieden, ob sie zur Wahl gehen oder wen sie wählen wollen.

In Brandenburg darf bei Landtags- und Kommunalwahlen bereits ab 16 Jahren gewählt werden.

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