Bonn
Telefonwerbung

Lästige Werbeanrufe: So schützen sie sich richtig

Werbeanrufe nerven viele Menschen, doch nur wenige wissen, dass diese sogenannten "Cold Calls" mit hohen Geldstrafen geahndet werden können. Vorausgesetzt man meldet sie.
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Unternehmen können hohe Bußgelder für unerwünschte Werbeanrufe erhalten. Cold Calls sollten der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Symbolfoto: Monique Wüstenhagen/dpa
Unternehmen können hohe Bußgelder für unerwünschte Werbeanrufe erhalten. Cold Calls sollten der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Symbolfoto: Monique Wüstenhagen/dpa

Bis zu 300 000 Euro Buße müssen Unternehmen an die Bundesnetzagentur zahlen, die Kunden mit ungewollter Werbung am Telefon belästigen. Die Behörde kann allerdings erst tätig werden, wenn Verbraucher Fälle unerlaubter Telefonwerbung (Cold Calls) melden.

Werbeanrufe sind rechtswidrig

Wenn den anrufenden Unternehmen nicht ausdrücklich erlaubt wurde, Werbeanrufe zu tätigen, sind diese verboten. Und zwar muss diese Erlaubnis schon vor dem Telefonat erteilt werden! Auch der Versuch, das Einverständnis direkt zu Beginn des Telefonats einzuholen, ist rechtswidrig.

Zahl der Beschwerden steigen

2018 war die Zahl der Beschwerden wegen unerlaubter Telefonwerbung mit 62 000 so hoch wie noch nie, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. 2017 seien 57 000 Beschwerden wegen Cold Cases eingereicht worden. Im vergangenen Jahr wurden somit Bußgelder in Höhe von 1,1 Millionen Euro verhängt.

Präzise Beschwerdeangaben

Um eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur einreichen zu können, muss der Verbraucher präzise Angaben zu der Telefonwerbung machen können. Betroffene sollten im Gedächtnis behalten, was im Anruf beworben wurde und sich unbedingt die Telefonnummer des Anrufers notieren. Außerdem ist auch die Art der Gesprächsführung von Bedeutung, da sie sich auf die Höhe des Bußgeldes auswirken kann. Beschwerden sind per E-Mail, Online-Formular oder auch postalisch per Formular-Ausdruck möglich.

Beschwerde-Kontakt: Bundesnetzagentur, Nördeltstr. 5, 59872 Meschede, Tel.: 0291/99 55 206,

Fax: 0632/19 34 111, E-Mail: rufnummernmissbrauch@bnetza.de.

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