Vor den mehr als 100 Jungen und Mädchen aus allen 27 deutschen Bistümern erinnerte Merkel daran, dass Kinder ein Recht auf ausreichend Nahrung, Obdach und Bildung hätten. Die Kanzlerin kündigte zudem an, sich für die Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder einzusetzen. «Auch Kinder in Deutschland sind immer wieder Gewalt ausgesetzt. Das dürfen wir nicht vergessen», sagte sie.

Das Motto der in diesem Jahr zum 54. Mal veranstalteten Aktion lautet «Klopft an Türen, pocht auf Rechte». Damit soll auf die Kinderrechte aufmerksam gemacht werden. Am diesem Freitag will der derzeit wegen eines Privatkredits und seines Umgangs mit Medien in der Kritik stehende Bundespräsident Christian Wulff Sternsinger im Schloss Bellevue empfangen.

Das Stern- oder Dreikönigssingen zählt zu den ältesten katholischen Bräuchen. In den Tagen nach Weihnachten verkleiden sich Kinder als Könige und Sternträger. In diesem Jahr ziehen noch bis zum Dreikönigsfest am Freitag (6. Januar) rund 500 000 Sternsinger von Haus zu Haus und sammeln Geld für soziale Projekte. Vergangenes Jahr kamen knapp 42 Millionen Euro zusammen.

Dabei schreiben sie mit Kreide «C + M + B» und die Jahreszahl an die Tür. Das Kürzel steht für den Segensspruch «Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus)» sowie für die Anfangsbuchstaben der Könige Caspar, Melchior und Balthasar.

Träger der Aktion sind das Kindermissionswerk «Die Sternsinger» und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).