Berlin
Kindergeld 2018

Groko verspricht 25 Euro Kindergeld zusätzlich - warum das nicht so viel ist, wie es sich anhört

25 Euro mehr pro Kind pro Monat - darauf haben sich Union und SPD für die neue Regierungszeit geeinigt. Doch was bedeutet das?
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Die neue Bundesregierung verspricht mehr Kindergeld. Aber ist das wirklich so freigiebig, wie es sich anhört? Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Die neue Bundesregierung verspricht mehr Kindergeld. Aber ist das wirklich so freigiebig, wie es sich anhört? Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Falls die SPD-Basis den Koalitionären keinen Strich durch die Rechnung macht, kommt die Große Koalition. Und viele Familien fragen sich nun: Was bedeutet das für uns und können wir schon bald mit mehr Kindergeld rechnen?

Fest steht: Nach fast dreizehn Verhandlungstagen hatten sich Union und SPD auf einen Koalitionsvertrag verständigt. In dem 177-seitigen Entwurf sind Mehrausgaben in Höhe von knapp 46 Milliarden Euro von 2018 bis 2021 veranschlagt. Bevor es zu einer Regierungsbildung kommen kann, müssen noch die SPD-Mitglieder darüber abstimmen.

Und ja, unter anderem soll das Kindergeld um 25 Euro erhöht werden- und das monatlich pro Kind. Doch wer denkt, dass er schon ab sofort mehr Unterstützung bekommt, hat sich getäuscht. Die Erhöhung findet in zwei Schritten statt. Zunächst steigt das Kindergeld zum 1. Juli 2019 um zehn Euro. Erst Anfang 2021 wird es dann um weitere 15 Euro erhöht.

Zur Bekämpfung der Kinderarmut soll außerdem der Kinderzuschlag für Geringverdiener steigen. Zusammen mit dem Kindergeld soll er den Mindestbedarf für ein Kind in Höhe von 399 Euro im Monat abdecken. Kinder, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind, bekommen mehr Geld für Schulsachen. Die Zuzahlungen für Mittagessen in Schulen und Kitas sowie für den Schulbus entfallen.

Union und SPD wollen zudem bis 2025 einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen einführen. Das umstrittene Kooperationsverbot in der Bildung soll dazu gelockert werden. Bis 2021 sollen 3,5 Milliarden Euro in die Verbesserung der Kinderbetreuung fließen.

Die Kinderrechte werden außerdem im Grundgesetz verankert. Die Arbeit des Missbrauchsbeauftragten soll verstetigt werden. Bisher ist sein Amt befristet.

Familien bekommen unter der neuen Regierung zum Bau oder Kauf von Häusern ein Baukindergeld von 1.200 Euro pro Kind und Jahr bei einem zu versteuernden Haushalts-Jahreseinkommen bis 75.000 Euro plus 15.000 Euro für jedes Kind.







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