Das wäre ein echter Hammer in der aktuellen Corona-Situation: Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will offenbar den Status "Geimpft" bereits sechs Monate nach der Immunisierung aberkennen, wenn man sich bis dahin nicht boostern lässt. Das geht aus einem Bericht der "Bild" vom Dienstag (30. November 2021) hervor. Darüber hinaus plant Scholz die allgemeine Corona-Impfpflicht für alle.

"Wer sich sechs Monate nach der zweiten Impfung nicht boostern lässt, gilt bald als Ungeimpfter", schreibt die "Bild" und bezieht sich auf Informationen einer internen Quelle. Laut Bericht soll Scholz dies auf dem Bund-Länder-Gipfel am Dienstag (30. November 2021) verkündet haben.

Status "Geimpft" nach sechs Monaten aberkennen?

In einem schriftlichen Vorschlag des künftigen Kanzlers heißt es: "Weil der Schutz der Impfung über die Zeit deutlich nachlässt, wird der Impfstatus perspektivisch nach sechs Monaten seine Anerkennung als vollständiger Impfschutz verlieren." Damit würden Menschen, die doppelt geimpft sind, nach einem halben ihr Impfzertifikat verlieren, wenn sie sich keine Auffrischungsimpfung spritzen lassen.

Bereist vor ein paar Wochen machte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen ähnlichen Vorstoß. Er forderte nach einer Kabinettsitzung die Stiko auf, sich Gedanken zu machen, wie lange Geimpfte tatsächlich als geimpft gelten sollten. Söders Ansicht nach, sollte der Status spätestens nach neun Monaten verfallen. Das bayerische Staatsoberhaupt sprach sich aber auch dafür aus, das Boostern bei allen Personengruppen schneller voranzutreiben.

Der Vorstoß des künftigen Bundeskanzlers Scholz ist scheinbar noch einmal drastischer. Würden Geimpfte nach sechs Monaten ihren Status verlieren, könnten sie an vielen Teilen des öffentlichen Lebens nicht mehr teilnehmen. Schließlich gilt derzeit fast flächendeckend die 2G-Regelung. 

Ob der Impfstatus nach dem Boostern wieder nur sechs Monate bestehen soll, dazu äußerte sich Scholz laut "Bild" nicht. 

 

dn