Ab dem 1. September gelten in Deutschland einige neue Regelungen und Gesetzesänderungen. Zukünftig wird Lottospielen in Deutschland teurer. Außerdem gibt es einen Kinderbonus.

Und auch neue Corona-Regelungen gelten ab dem September 2020. Alle Änderungen in Deutschland ab dem kommenden Monat erfahren Sie hier.

Lottospielen wird teurer – Gewinnchancen ändern sich

Lottospieler müssen für einen Spielschein der Lotterie "6 aus 49" ab dem 23. September 1,20 Euro bezahlen. Bislang kostete ein Spiel einen Euro. Gleichzeitig ändert sich auch die Regelung, wann ein Lottojackpot bei „6 aus 49“ ausgeschüttet wird. Das teilte Lotto Rheinland-Pfalz am 18. August 2020 mit.

Die Änderungen hatten die Verantwortlichen bereits  Ende 2019 beschlossen. Alle Änderungen im Detail.

Kinderbonus wird ausgezahlt – intervallweise

Die erste Ausschüttung des Kinderbonus steht im September an. Insgesamt 300 Euro sollen zusätzlich zum Kindergeld ausbezahlt werden. Die erste Zahlung beträgt 200 Euro. Diese Summe wurde als Bestandteil des Corona-Konjunkturpaketes von der Bundesregierung beschlossen.

Ziel der Zusatzzahlung ist es, die Wirtschaft wieder zu stärken und anzukurbeln. Und anders als andere Zuschüsse in Zeiten der Corona-Pandemie sind die 300 Euro als Bonus zu verstehen. Sprich: Das Geld wird nicht auf andere Leistungen aufgerechnet.

Es steht denjenigen, die den Bonus erhalten, also frei es nach eigenem Ermessen zu verwenden. Die Auszahlung erfolgt dabei anhand der Endziffern der Kindergeldnummern. Aufsteigend von der Kindergeld-Endziffer "Null" bis "Neun". 

Neues Waffengesetz: Große Magazine werden verboten

Ab dem 1. September gilt auch ein neues Waffengesetz. Es untersagt beispielsweise den Besitz bestimmter großer Magazine. Sie werden als sogenannte verbotene Gegenstände deklariert. Zudem soll das nationale Waffenregister so ausgebaut werden, dass in Zukunft der Besitz einer Waffe behördlich besser nachverfolgbar ist. Außerdem wird Bundesländern gestattet, an belebten Orten sowie in Bildungseinrichtungen Verbotszonen sowohl für Waffen, als auch für Messer, einzurichten.

Ausbildung zum Psychotherapeuten ändert sich

Ab 1. September wird das Gesetz zur Psychotherapeuten-Ausbildung reformiert. Künftig können Abiturienten sofort ein Universitätsstudium der Psychotherapie absolvieren. Der Studiengang beinhaltet sowohl ein dreijähriges Bachelor- als auch ein zweijähriges Masterstudium. Die erforderliche Approbation bezüglich einer staatlichen psychotherapeutischen Prüfung kann zudem bereits direkt nach dem Studium beantragt werden. Die Änderungen im Detail.

In Zügen wird die Maskenpflicht stärker kontrolliert

Aufgrund der Corona-Pandemie gilt in sämtlichen Zügen die Regelung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Damit sich Fahrgäste auch an diese Regelung halten, soll ab dem ersten September in Zügen der Deutschen Bahn stärker kontrolliert werden. Im August kontrollierten laut Angaben des Unternehmens täglich rund 60 Sicherheitsmitarbeiter die Züge der Deutschen Bahn. Das Unternehmen gibt an, diese Kontrollen im September verdoppeln zu wollen. 

Bayern und Baden-Württemberg starten in die Schule - mit Maskenpflicht

Bayern und Baden-Württemberg starten als letzte Bundesländer im September wieder mit dem Regelbetrieb in Schulen. Und beide Bundesländer haben sich darauf verständigt, dass in den Schulen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend ist.

In Bayern gilt für die ersten zwei Schulwochen sogar eine Maskenpflicht im Unterricht, wie Ministerpräsident Söder kurz vor Schulstart bekannt gab. Nach Ablauf der zwei Wochen müssen die Schüler ihre Mund-Nasen-Bedeckung nur noch bis zum Klassenzimmer tragen,  im Anschluss daran jedoch abnehmen.

Allerdings kann es zu regionalen Unterschieden kommen. Je nach Infektionsgeschehen könnte auch das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung während des Unterrichtes verpflichtend werden. Verpflichtende Abstandsregelungen seien aktuell noch nicht geplant. 

Kongresse und Messen können wieder stattfinden

Ab 1. September 2020 ist es wieder erlaubt, Messen und größere Kongresse sowie Ausstellungen auszurichten. Allerdings gelten weiterhin strenge Hygienemaßnahmen, um die aufeinander treffenden Menschenmassen vor einer möglichen Corona-Infektion schützen zu können. 

Corona-Regeln für Kitas: Neue Änderungen in Bayern

In Kindertagesstätten gelten ab September ebenfalls neue Regelungen. Den Erziehern soll beim Kita-Start ein Leitfaden dabei helfen zu entscheiden, welches Kind bei Krankheitssymptomen nach Hause geschickt werden soll und welches bleiben kann.  Ergänzend dazu erklärte die bayerische Familienministerin Carolina Trautner (CSU): "Eine lokale Schließung von Einrichtungen kommt nur als letzte Möglichkeit in Betracht. Wir wissen, wie wichtig die Betreuung für erwerbstätige Eltern ist."

Infektionsschutzmaßnahmen aufgrund des Coronavirus

Die bayerische Landesregierung hat bis 2. September die aktuell gültigen Infektionsschutzmaßnahmen verlängert. Anschließend soll entschieden werden, ob die bislang gültigen Regelungen bestehen bleiben müssen, oder ob sie mit weniger strengen Maßnahmen ersetzt werden können.

Auch eine Verschärfung sei bei einem exponentiellen Infektionsanstieg nicht ausgeschlossen. Etwaige Änderungen gibt die Regierung ihrer eigenen Website bekannt.