Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen ins Gespräch gebracht. "Wenn viele Beschäftigte in Kitas, Schulen und Kliniken Impfungen weiter verweigern, sollte der Gesetzgeber ernsthaft über eine Impfpflicht in diesen sensiblen Bereichen nachdenken", sagte Fischbach der Neuen Osnabrücker Zeitung  am Dienstag (28.09.2021). "Wer mit vulnerablen Gruppen zu tun hat und die eigene Immunisierung ablehnt, hat seinen Verstand ausgeschaltet."

Neben der Politik sieht der Verbandschef auch Betriebsärzte von Kliniken in der Verantwortung. "Sie müssen aufklären und das medizinische Personal an seine Pflicht erinnern, kranken Menschen zu helfen und sie vor Ansteckungen zu schützen", so Fischbach. Wer sich dem verweigere, der müsse Konsequenzen spüren, "die wehtun".

Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen gefordert

Er verwies darauf, dass Krankenhäuser oder Pflegeheime Impfverweigerer entlassen könnten. "Wenn es nach Monaten des Impfstoffüberschusses noch Ausbrüche in Pflegeheimen gibt, muss man die Zügel anziehen, und da darf Fachkräftemangel kein Gegenargument sein", so der Präsident des Berufsverbands.

Nach Italien beschließt auch Frankreich  eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen

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