Hannover
Tödliche Bisse

Mutter und Sohn tot gebissen: Chico (10) eingeschläfert - Sprecher begründet Entscheidung

Laut Medienberichten wurde Kampfhund "Chico" Anfang der Woche in Hannover eingeschläfert. Experten berieten bis zuletzt über diesen Schritt.
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Der Kampfhund "Chico" wurde wohl am Montag (16. April 2018) eingeschläfert. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Der Kampfhund "Chico" wurde wohl am Montag (16. April 2018) eingeschläfert. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Kampfhund "Chico" wohl eingeschläfert: Diversen Medienberichten zu Folge wurde "Chico" am Montag (16. April 2018) in Hannover (Niedersachsen) eingeschläfert. Wie beispielsweise die "Bild" berichtet, wurde der Kampfhund gegen 13.30 Uhr in der Tiermedizinischen Hochschule eingeschläfert.

Vor knapp einer Woche sah es noch anders aus: Viele Menschen hatte sich für eine Begnadigung von Chico eingesetzt. Es sah so aus, als seien sie mit ihrer Petition erfolgreich gewesen. Im Verlauf der letzten Woche drehte sich der Wind jedoch abermals.

Demnach habe sich ein Expertengremium für diesen bedeutenden Schritt entschieden. Das Team bestand aus Vertretern der Stadt Hannover, der Tiermedizinischen Hochschule, des Tierheims und des Landwirtschaftsministeriums.


Begründung für das Einschläfern von Chico


Udo Möller, Sprecher der Stadt Hannover hatte am Freitag bereits verlauten lassen, dass der Hund definitiv zeitnah eingeschläfert werde. "Angesichts der Schwere der Befunde, deren weitere Behandlung und Nachsorge aufgrund der Aggressivität des Hundes jeweils nur unter Vollnarkose hätte erfolgen können, und der Tatsache, dass der Hund aufgrund einer fehlenden Sozialisation nur isoliert von anderen Hunden hätte gehalten werden können, sowie dem Umstand, dass aufgrund der gesteigerten Aggressivität im konkreten Fall Menschen nicht mehr als Sozialpartner in Frage gekommen wären, wurde unter Einbindung von Sachverständigen die Entscheidung getroffen, den Hund noch in der Narkose zu euthanasieren", sagte Udo Mölleram Montag.

Eine Obduktion hatte ergeben, dass der Kampfhund seine 52 und 27 Jahre alten Besitzer tot gebissen hatte.


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