Helfen sollen dabei einheitliche Krebsregister, die sämtliche Patientendaten erfassen. Das entsprechende Gesetz trat an diesem Dienstag in Kraft.

Mit regelmäßigen Schreiben sollen Versicherte zudem zu Untersuchungen auf Darm- und Gebärmutterhalskrebs eingeladen werden. Die Details dieser Früherkennungsprogramme müssen aber noch ausgearbeitet werden. Der Gang zur Vorsorge bleibt freiwillig. Bei Darmkrebs zielen die Untersuchungen auf Menschen über 50, die Angebote zur Kontrolle auf Gebärmutterhalskrebs richten sich an Frauen zwischen 20 und 65.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) wies darauf hin, dass Krebs die zweithäufigste Todesursache in Deutschland ist. Das neue Gesetz schaffe die Voraussetzungen dafür, «dass die Krebsfrüherkennung mehr Menschen erreicht und eine Krebsbehandlung so erfolgreich wie möglich gestaltet werden kann». Der Aufbau klinischer Krebsregister wird nach Bahrs Einschätzung die onkologische Behandlung deutlich verbessern.