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Kalendarischer Frühlingsanfang 2018: Wann beginnt für wen der Frühling?

Der Frühling ist da! Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen kalendarischem, meteorologischem und phänologischem Frühling?
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Ein kalter Frühlingsbeginn 2018. Symbolbild:   Caroline Seidel/dpa
Ein kalter Frühlingsbeginn 2018. Symbolbild: Caroline Seidel/dpa
Am 20. März 2018 um 17:15 Uhr MEZ beginnt auf der Nordhalbkugel der kalendarische Frühling. Die Außentemperaturen lassen es sich zwar nicht anmerken, aber der Frühling ist da.
Trotz Frühlingsanfang bleibt es in Franken bitterkalt und der Deutsche Wetterdienst warnt für die Nacht auf Mittwoch vor Frost. Gebietsweise soll es in Franken -5 Grad bis -9 Grad Grad Celsius haben. Auch mit der neuen Jahreszeit bleiben also die Kälte und der Schnee.


Was ist der kalendarischer Frühling?

Der kalendarische Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel ist immer der Tag der Tag-und-Nacht-Gleiche. So werden die zwei Tage im Jahr genannt an dem der helle Tag und die Nacht gleich lang sind. Die Erde steht zu diesem Zeitpunkt in ihrer Bahn auf dem Frühlingspunkt, dem Schnittpunkt des Himmelsäquators mit der Ekliptik.

Der Frühlingsbeginn fällt immer auf den 19., 20. oder 21. März. Dabei kommt es auf den Abstand zum letzten Schaltjahr und der Zeitzone an. Der Frühlingsanfang am 19. März ist eher selten. Das nächste Mal wird der Donnerstag, 19. März 2048 um 23:32 Uhr MEZ sein. Bis dahin ist es entweder der 20. oder 21. März.


Frühling

Der Frühling ist die Zeitspanne zwischen der Tag-und-Nacht-Gleiche und der Sonnenwende. Auf der Nordhalbkugel ist das zwischen dem 20./21. März und dem 20./21. Juni. Für die Südhalbkugel ist das der astronomische Herbst.


Meteorologischer Frühlingsanfang

Der meteorologische Frühlingsbeginn ist immer der 1. März. Für Meteorologen ist es einfacher mit dem Beginn eines Monats Berechnungen anzustellen und Statistiken aufzustellen. Auch zum Vergleich von Klimatabellen, Temperaturen und Monatsmittelwerten bietet es sich an mit ganzen Monaten zu arbeiten.
Im Sprachgebrauch setzt sich immer mehr der meteorologische Frühlingsbeginn durch.


Phänologischer Frühling

Der phänologische Frühling unterscheidet sich in drei Phasen. Dem Vorfrühling, dem Erstfrühling und dem Vollfrühling. Allerdings gibt es keinen genauen Zeitpunkt für den jeweiligen Anfang dieser Phasen. Sie sind überall unterschiedlich und vom Wetter abhängig.
Den Beginn des phänologischen Vorfrühlings kann man an der Erstblüte von Haselnuss und Schneeglöckchen festmachen. Oder an der Vollblüte des Winter-Jasmins.
Der phänologischen Erstfrühling wird an der Blattentfaltung der Stachel- und Johannisbeere festgemacht.
Anzeichen für den phänologischen Vollfrühling sind die Blüten des Apfelbaums und des Flieders.
Der phänologisch Frühling ist etwas für Naturliebhaber und genaue Beobachter.


Bauernregeln zum Frühlingsanfang

Wenn man sich zum Frühlingsanfang die Bauernregeln ansieht, dann sind die Aussichten eher düster. "Wie das Wetter am Frühlingsanfang, so ist es den ganzen Sommer lang." Solche Weisheiten prophezeien nichts Gutes.

Lieber hofft man, dass der Schnee nicht mehr lange liegen bleibt und das bessere Wetter kommt. Auch dafür gibt es eine Bauernregel: "Märzenschnee und Jungfernpracht halten oft nur eine Nacht."

Und falls der Schnee doch noch etwas länger bleibt, immer daran denken: "Fürchte nicht den Schnee im März, darunter wohnt ein warmes Herz."


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