Um ins Europaparlament einzuziehen, muss die Partei in Deutschland eine Drei-Prozent-Hürde überspringen. Bei der Bundestagswahl im September hatten die Piraten 2,2 Prozent erreicht und konnten damit nicht an die Erfolge bei Landtagswahlen der Jahre 2011 und 2012 anknüpfen.

Mit Themen wie Transparenz und Mitbestimmung will die Partei jetzt wieder beim Wähler punkten. Europa stehe vor Herausforderungen, auf die die Piraten Antworten hätten, unterstrich die schwedische Europaabgeordnete Amelia Andersdotter in Bochum. «Das Internet muss die Versprechen von sozialer Interaktion, Dezentralisierung und Stärkung der Mitspracherechte erfüllen.»

In ihrem auf dem Parteitag verabschiedeten Wahlprogramm formulieren die Piraten ihre Forderung nach einem «Demokratie-Update für Europa», etwa durch Volksabstimmungen auf EU-Ebene. Sie sprechen sich unter anderem für eine Reform des Urheberrechts und den Schutz vor staatlicher Überwachung aus.