Auf ihrem Bundesparteitag in Bochum am Wochenende legte die Partei fest, mit welchen Gesichtern und Themen sie bei der Europawahl im Mai die Wähler neu für sich gewinnen will.

Die 27-jährige Julia Reda, Vorsitzende der Jugendorganisation Young Pirates Europe, will sich für eine Reform des Urheberrechts und mehr Mitsprache in Europa einsetzen. «Wir stehen für ein gemeinsames, grenzenloses Europa», sagte Reda nach ihrer Wahl zur Spitzenkandidatin.

Den zweiten Listenplatz besetzt Fotios Amanatides, der in der Piratenpartei seit 2010 die Außen- und Sicherheitspolitik koordiniert. Er sieht in seiner Kandidatur die Chance, sich auf EU-Ebene für transparentere Entscheidungen und mehr Mitbestimmung einzusetzen. Die Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg, die sich kurzfristig zur Wahl gestellt hatte, wurde von den rund 600 Abstimmenden auf Listenplatz drei gewählt.