Karlsruhe (Baden)
Petition

Jens Spahn soll einen Monat von Hartz IV leben: Das ist Deutschlands größte Spahn-Kritikerin

Fast 200.000 Menschen unterstützen die Petition gegen Jens Spahn. Sandra Schlensog aus Karlsruhe hat sie gestartet - und plant ein Treffen mit Spahn.
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Karlsruhe: Sandra Schlensog  initiierte eine Online-Petition, mit der Gesundheitsminister Spahn (CDU) aufgefordert wird, Hartz IV selbst auszustesten.  Foto: Marijan Murat/dpa
Karlsruhe: Sandra Schlensog initiierte eine Online-Petition, mit der Gesundheitsminister Spahn (CDU) aufgefordert wird, Hartz IV selbst auszustesten. Foto: Marijan Murat/dpa
Sandra Schlensog ist die Hartz-IV-Rebellin und größte Kritikerin von Jens Spahn: Nach dem Streit um Hartz-IV-Aussagen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will sich die Initiatorin der Online-Petition, Sandra Schlensog, nach eigenen Angaben schon bald mit dem CDU-Politiker treffen.


Sandra Schlensog: Hartz-IV-Rebellin aus Überzeugung

Spahn komme für das Gespräch extra in Schlensogs Wohnort Karlsruhe, sagte die 40-Jährige am Donnerstag. Das Treffen ist für den 28. April geplant. Die Mutter eines Jungen hatte nach umstrittenen Aussagen des Ministers zu Hartz IV ("Hartz IV bedeutet nicht Armut") eine Online-Petition auf change.org gestartet - und ist nun auf dem besten Weg, zur Hartz-IV-Rebellin der Republik zu werden.

Die Petition "Herr Spahn, leben Sie für einen Monat vom HartzIV-Grundregelsatz!" hatten bis zum Freitagmittag über 191.000 Menschen unterstützt. Darin heißt es: "Jens Spahns Aussagen zeugen nicht nur von Unkenntnis. Sie entlarven, wie weit Herr Spahn sich von meiner Realität und der von Millionen Deutschen entfernt hat. Deshalb lade ich Sie ein, Herr Spahn: Meistern Sie für einen Monat Ihren Alltag zum HartzIV-Grundregelsatz von 416,00 EUR im Monat." Insgesamt blieben ihr rund 10 EUR am Tag zum Leben für sich selbst und ihren Sohn. "Das bedeutet finanzielle Armut."

Spahn hatte gesagt, Hartz IV bedeute nicht Armut, sondern sei die Antwort der Solidargemeinschaft auf Armut.