Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft die aktuelle Corona-Entwicklung weiter als "sehr besorgniserregend" ein. Es rät "dringend dazu, größere Veranstaltungen möglichst abzusagen oder zu meiden, aber auch alle anderen nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren". Das geht aus dem Wochenbericht des Instituts vom Donnerstagabend (11. November 2021) hervor. "Sofern sie nicht gemieden werden können, sollte man unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus vorher einen Test machen und die Corona-Warn-App nutzen."

Auch Geimpfte und Genesene sollten Masken tragen, Abstand halten und Räume, in denen mehrere Menschen sind, regelmäßig lüften. Bei Atemwegserkrankungen wie etwa Schnupfen oder Husten sei es für alle Menschen, auch geimpfte, "unbedingt erforderlich", daheim zu bleiben, zudem jedoch einen Hausarzt zu kontaktieren und dort einen PCR-Test machen zu lassen, heißt es in dem Wochenbericht.

RKI rät zu härteren Corona-Maßnahmen

Das RKI schätzt die Gefährdung der nicht oder nicht vollständig Geimpften in Deutschland weiterhin als sehr hoch ein. Für vollständig Geimpfte sei sie moderat, aber ansteigend. Die Zahl der in Kliniken aufgenommen Covid-19-Patienten ab 60 Jahren ist in den vergangenen vier Wochen weiter angestiegen. In diesem Alter werden die meisten Hospitalisierungen verzeichnet. Allerdings nahm auch die Zahl bei den 15- bis 59-Jährigen seit Anfang Oktober zu.

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Am Freitag (12. November 2021) meldete das RKI zudem den fünften Tag in Folge einen neuen Höchstwert bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Der Wert wurde mit 263,7 angegeben. Noch vor einer Woche die Inzidenz bei 169,9 (Vormonat: 65,8) gelegen. 

Der Anstieg der Inzidenz macht sich inzwischen auch in der Zahl der Todesfälle bemerkbar. Meist liegen zwischen Infektion und Tod laut RKI zwei bis drei Wochen. Die vergangenen drei Wochen zeigen dem RKI zufolge einen Anstieg auf nun 643 Todesfälle in der ersten Novemberwoche. Hier sei zudem noch mit Nachmeldungen zu rechnen. Der RKI-Bericht betrachtet jeweils die vergangene Woche. Am Freitag allein wurden 191 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden vermeldet. Die Woche zuvor waren es 154 Todesfälle an einem Tag.

Angesichts der sehr besorgniserregenden Entwicklung empfiehlt das RKI in einem Tweet "dringend", die Maßnahmen aus dem ControlCovid-Stufenplan umzusetzen. Er beschreibt beim Überschreiten bestimmter Werte etwa klare Schutzkonzepte für Bars, Geschäfte, Schulen, im öffentlichen Verkehr und an anderen Orten.

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