Das Robert Koch-Institut hat die Unterstützung von Ärztevertretern für seine Forderung, infizierte Geimpfte auch dann per PCR-Verfahren zu testen, wenn sie nur leichte Symptome zeigen.

Sowohl der Vorsitzende des Hausärzte-Verbands, Ulrich Weigeldt, als auch der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sprachen sich beim Redaktionsnetzwerk Deutschland dafür aus. Das RKI hatte die Forderung erhoben, weil die Testzahl in den Arztpraxen in den vergangenen Wochen stark gesunken ist. Zugleich nimmt der Anteil positiver Befunde zu.

Impfdurchbrecher: Infizierte Geimpfte sollen per PCR-Verfahren getestet werden

Reinhardt sagte: "Mit steigenden Infektionszahlen wird es zeitversetzt zwangsläufig vermehrt Fälle geben, bei denen sich Geimpfte anstecken. Wir brauchen deshalb valide Informationen zu den Gründen. Wo kommen Impfdurchbrüche vor, bei welchen Impfstoffen treten sie vor allem auf und durch welche Vorerkrankungen werden sie eventuell begünstigt?" Das könne helfen, die Wirksamkeit der Impfstoffe weiter zu steigern und sie an Virusvarianten anzupassen.

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach korrigierte derweil seine jüngste Forderung, bei kritischer Neuinfektionslage von Ungeimpften die sichereren PCR-Tests statt Schnelltests zu verlangen. Das sei doch nicht nötig, sagte er nun der Düsseldorfer Rheinischen Post (Samstag). Er erklärte das damit, dass Infizierte mit der Delta-Variante - also derzeit nahezu alle Corona-Infizierten - eine sehr hohe Viruslast haben und Schnelltests auf hohe Viruslasten sehr gut ansprechen.

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Vorschaubild: © Symbolfoto: Marijan Murat/dpa