Nach viel Kritik am schleppenden Start sind die Impfungen gegen das Coronavirus auf Touren gekommen - dank des großen Netzes der Praxen und mehr verfügbarem Impfstoff, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet. Nun gibt es einen Termin für die nächste Stufe: Ab Mai 2021 sollen Hausärzte deutlich mehr Impfdosen bekommen - und die Zahl der geimpften Deutschen in die Höhe treiben.

Von Biontech sollen Arztpraxen im Mai wöchentlich jeweils 1,58 Millionen Impfdosen bekommen, wie aus einer neuen Übersicht des Ministeriums hervorgeht. Im Juni sollen dann für Praxen und Betriebsärzte jeweils mehr als 3,3 Millionen Dosen pro Woche zur Verfügung stehen.

Impfen beim Hausarzt: Deutschland zündet den Turbo

Schon in der letzten April-Woche sollen die Praxen demnach von Biontech knapp 2,1 Millionen Dosen bekommen. Daneben sind für die Impfzentren 1,9 Millionen Dosen von Biontech, Astrazeneca und Moderna vorgesehen.

Wie das Gesundheitsministerium erläuterte, gleicht Ende April Biontech einen Engpass beim Astrazeneca-Impfstoff aus. Es sei für diese Woche nicht genug vom Astrazeneca-Präparat für die Praxen: vorhanden, was aber durch extra Lieferungen von Biontech überkompensiert werde. Daher würden in jener Woche Arztpraxen ausschließlich mit Biontech beliefert. Insgesamt will Biontech laut Ministerium im zweiten Quartal 50,3 Millionen Dosen liefern und damit zehn Millionen mehr als zunächst angekündigt. Von Moderna werden demnach 6,4 Millionen Dosen erwartet.

Neben den regionalen Impfzentren der Länder impfen seit kurz nach Ostern auch Hausärzte mit und haben zu einem deutlichen Anstieg der Impfungen beigetragen. In dieser Woche beteiligen sich nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) 55 000 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte an Impfungen - rund 20 000 mehr als beim Start.