Als wäre der Sars-CoV-2 Erreger nicht schon genug: jetzt geht es auch vielen Wildtieren an den Kragen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilt, ist die sogenannte "Hasenpest" wieder aktiv.

Laut Merkur.de wurden vergangenes Jahr allein 45 infizierte Tiere registriert. Diese sind eine enorme Gefahr für den Menschen, der vor dem Virus ebenfalls nicht gefeit ist. Die Fälle wurden vor allem im Raum Erding, Rosenheim, Fürstenfeldbruck, Freising und Würzburg verzeichnet. Erst vor kurzem kam es in den Haßbergen zu einem neuen Fall. 

Hasenpest auf dem Vormarsch - so verbreitet sie sich

Die Krankheit befällt hauptsächlich wilde Nagetiere, kann aber auch auf Rehe und andere Wildtiere leicht überspringen. Der Erreger mit dem fachspezifischen Namen "Tularämie" gilt dabei als besonders hochansteckend. Dabei kann sowohl der Kot als auch der Kontakt mit dem Tier selbst für eine Übertragung genügen. Auch Kadaver sind ebenfalls noch mit dem Erreger verseucht und können infektiös sein.

Tierbesitzer werden zu enormer Sorgfalt aufgerufen, da der Erreger auch über Zecken weitere Lebewesen übertragen kann. Ebenso reicht infektiöser Staub aus, um über die Schleimhäute den Menschen anzugreifen. Dabei ist die Hasenpest keine Besonderheit. Es gibt viele Erreger die zwar hauptsächlich wild lebende Tiere angreifen, die aber durchaus auch für den Menschen eine ernste Gefahr darstellen. 

So erkennen Sie die Infektion bei Tier und Mensch

Erkrankte Tiere legen meist ein eindeutiges Verhalten an den Tag: Teilweisen werden die Tiere langsamer und träge und verlieren ihre natürliche Scheu. Menschen wird von dem Kontakt zu Hasen deswegen aktuell abgeraten. Ein weiterer auffälliger Punkt ist struppiges abfallendes Fell.

Bei der Infektion am Menschen können sich folgende Krankheitsanzeichen zeigen:

  • grippeartigen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen,
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Mattigkeit

In schweren Fällen kann es zu schweren Schwellungen des Lymphknotensystems kommen, die dann ein Organversagen nach sich ziehen können.

Menschen die mit Wild direkt zu tun haben sollten daher besondere Vorsicht walten lassen. Beim Verzehr von Wild wird empfohlen das Fleisch stark durchzubraten, um das Risiko zu minimieren. Außerdem sollten Köche bei dem Kochvorgang bereits vorsichtig sein. Hundehalter werden ebenfalls dazu angehalten, ihre Tiere besonders gründlich nach Zecken zu untersuchen und dem Tier keinen unnötigen Direktkontakt zu wilden Tieren zu ermöglichen.