In den vergangenen Monaten hatte es bundesweit mehrere Fälle gegeben, bei denen Jugendliche umgebracht wurden - dabei waren oftmals Messer im Spiel. 


Mutter findet tote Tochter


Am Mittwochabend fand eine Mutter ihre 14-Jährige Tochter tot in ihrer Wohnung in Berlin-Hohenschönhausen auf. Nach Berichten von "Berliner Kurier" und "Berliner Zeitung" online soll das Mädchen mit mehreren Messerstichen getötet worden sein. Reanimationsmaßnahmen konnten den Tod der 14-Jährigen auch nicht mehr verhindern, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten. Eine Mordkommission ermittelt nun in dem Fall im nordöstlichen Stadtteil Alt-Hohenschönhausen.

Im Januar war ein 14-Jähriger im westfälischen Lünen bei einer Messerattacke an einer Schule umgekommen. Kurz nach Unterrichtsbeginn zückte ein 15-Jähriger auf dem Schulflur ein Messer und stach auf das Opfer ein. Der 14-Jährige bricht zusammen und stirbt. Nach der Vernehmung berichtete die Polizei, dass der Täter der Meinung war, der 14-Jährige habe seine Mutter provozierend angeschaut. Deshalb habe er das Messer gezückt und zugestochen, gestand er nach der Festnahme.

Ende Dezember 2017 ist eine 15-Jährige in einem Drogeriemarkt in Kandel in der Pfalz erstochen worden. In einem Supermarkt in der Kleinstadt stach ein 15-Jähriger auf die Gleichaltrige ein. Der Täter sei der Ex-Freund des Opfers gewesen.

 


Immer mehr Messerstechereien


Auch in Hamburg kam es in den vergangenen Wochen immer häufiger zu Messerstechereien. Inzwischen hat die Kriminalpolizei nahe dem Jungfernstieg Platzverweise für sogenannte Gefährder erteilt. Dort treffen sich derzeit bis zu 500 Jugendliche jeden Abend.

Bei einer Massenschlägerei war dort Mitte Februar ein 18-Jähriger mit dem Messer verletzt worden. Aufgrund dessen greift die Polizei jetzt durch. Gegen mehrere junge Männer wurden Aufenthaltsverbote verhängt. Bis Ende Mai dürfen sie nicht mehr in dem Bereich rund um der Binnenalster auftauchen, berichtet das "Hamburger Abendblatt".