Bestwig
Sauerland

Gefährliche Rodelbahn - erst verlor ein Junge ein Bein, nun erneut schwerer Unfall

Bei einem Unfall auf einer Sommerrodelbahn in einem Freizeitpark im Sauerland erlitt eine Frau schwere Verletzungen. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Es ist der neuste Fall einer Reihe von schweren Unfällen in dem Park.
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Archivbild. Die Sommerrodelbahn Alpine Coaster Trapper in Bestwig. Foto: Fort Fun.
Archivbild. Die Sommerrodelbahn Alpine Coaster Trapper in Bestwig. Foto: Fort Fun.

Eine Frau ist bei einem Unfall auf einer Sommerrodelbahn in Nordrhein-Westfalen schwer verletzt worden. Die 39-Jährige fuhr mit ihrem Rodelschlitten im Ausstiegsbereich nahezu ungebremst auf den bereits stehenden Schlitten ihres Ehemannes auf. Grund sei wahrscheinlich ein Fahrfehler gewesen. Anzeichen für einen technischen Defekt seien nicht festgestellt worden, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Die Frau wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Der 37 Jahre alte Ehemann erlitt bei dem Unfall am Sonntag im Freizeitpark "Fort Fun" in Bestwig leichte Verletzungen, wie die Polizei berichtete.

Schon im Oktober 2017 hatte es einen schweren Unfall auf derselben Rodelbahn gegeben: Ein zwölfjähriger Junge hatte dabei einen Teil seines Beines verloren. Dem Betreiber zufolge war sein Fuß während der Fahrt zwischen den Schlitten und die Schienen geraten. Gutachter stellten auch damals keine technischen Mängel fest.

Auch davor, im Juni 2000, verunglückte auf einer heute nicht mehr existierenden Sommerrodelbahn ebenfalls im Fort Fun ein siebenjähriger Junge. Ihm wurde damals der Arm fast abgetrennt. Die Bahn war daraufhin stillgelegt worden.

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