Berlin
Rauchverbot

Rauchverbot auf Spiel- und Sportplätzen: Ärzteverband will Kinder-Gesundheit schützen

Der Ärzteverband "Marburger Bund" fordert ein Rauchverbot auf beispielsweise Spiel- und Sportplätzen sowie im Umkreis von Kindertageseinrichtungen und Schulen.
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Es gibt bereits einige Initiativen gegen das Rauchen auf Plätzen, wo sich Kinder häufig aufhalten. Der Ärzteverband "Marburger Bund" fordert ein einheitliches Rauchverbot. Foto: Pawel Czerwinski/unsplash.com
Es gibt bereits einige Initiativen gegen das Rauchen auf Plätzen, wo sich Kinder häufig aufhalten. Der Ärzteverband "Marburger Bund" fordert ein einheitliches Rauchverbot. Foto: Pawel Czerwinski/unsplash.com

Rauchverbot zum Gesundheitsschutz von Kindern: Auf öffentlichen Plätzen fordert der Ärzteverband Marburger Bund Rauchverbote zum Gesundheitsschutz von Kindern. "Wir brauchen rauchfreie Zonen überall dort wo Kinder und Jugendliche sich häufig aufhalten, sagte die Vorsitzende Susanne Johna der Deutschen Presse-Agentur. Dies solle zum Beispiel auf Spiel- und Sportplätzen sowie im Umkreis von Kindertageseinrichtungen und Schulen gelten.

Bestehende Initiativen gegen das Rauchen

Um Rauchen auf Spielplätzen einzudämmen, gibt es bereits einige Initiativen. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums verbieten etwa Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und das Saarland sowie verschiedene Kommunen dort das Rauchen. In einigen weiteren Ländern gibt es Vorstöße dafür. Die Deutsche Umwelthilfe fordert Bußgelder von mindestens 200 Euro fürs Wegwerfen von Zigarettenkippen auf Spielplätzen.

Die Politik zieht mit - Werbeverbot allein reicht nicht

Die Verbandsvorsitzende Johna begrüßte die nun auch von der Union mitgetragenen Pläne der Koalition für weitere Werbebeschränkungen. "Zielgruppe der Tabakwerbung sind vor allem Jugendliche, die zur Nikotinsucht verführt werden sollen."Ein Werbeverbot allein werde aber nicht reichen, Gesundheitsschäden durch Tabakkonsum einzudämmen.

Die Unionsfraktion hatte am Dienstag den Weg dafür frei gemacht, Plakatwerbung fürs Rauchen ab 2022 schrittweise zu unterbinden. Damit zeichnet sich eine gemeinsame Linie mit der SPD ab, die ein Verbot seit längerem will. Angepeilt wird ein Werbeverbot auf Außenflächen wie Plakatwänden oder Haltestellen für herkömmliche Tabakprodukte ab 1. Januar 2022. Für Tabakerhitzer soll es ab 1. Januar 2023 greifen, für E-Zigaretten ab 1.Januar 2024. In der vorigen Wahlperiode war ein Anlauf für ein Verbot an der Union gescheitert. Verboten ist Tabakwerbung etwa schon im Radio und TV, Zeitungen und Zeitschriften.