«Jetzt sind Unternehmen und Wirtschaftsverbände gefordert, Bedingungen zu schaffen und jungen, qualifizierten Leuten aus Europa eine Perspektive anzubieten», sagte Friedrich dem Nachrichtenmagazin «Focus». In Ländern wie Spanien gibt es vor dem Hintergrund der Schuldenkrise eine hohe Jugendarbeitslosigkeit.

Friedrich sagte, es gebe in Spanien, Portugal, Irland viele junge Leute, die Arbeit brauchen - «und die selbstverständlich auch ihr Glück bei uns suchen können». Mit Blick auf die Schuldenkrise sagte er: Wenn «gut ausgebildete Spanier oder Portugiesen Arbeit bei uns finden, stärkt das auch unseren gemeinsamen Währungsraum insgesamt». Angesichts der großen demografischen Herausforderungen, vor denen Deutschland stehe, warnte Friedrich zugleich aber vor übertriebenen Erwartungen an Zuwanderung: «Es wäre ganz sicher eine Illusion zu glauben, wir könnten in dem Maße, wie die Bevölkerung in Deutschland zurück geht, junge, gut ausgebildete Menschen aus der ganzen Welt holen.»