Jetzt zahlt sich aus, dass die großen Fernbus-Anbieter in diesem Jahr kräftig in den Ausbau ihres Streckennetzes investiert haben. Im Gefolge des Lokführerstreiks sind nämlich die Buchungen von Fernbustickets über Nacht in ungeahnte Höhen geschnellt. Branchenführer "Meinfernbus" hat allein in diesem Jahr 44 neue Linien eingerichtet, 150 zusätzliche grüne Busse für bis zu 500 Fernbusfahrten täglich im Einsatz. All das reicht derzeit nicht aus, um den Kundenansturm bewältigen zu können.

Das gleiche Bild beim Konkurrenten Adac-Postbus. Um über 50 Prozent seien die Buchungen gestiegen, heißt es. Auf der Homepage werden Kunden, die kein Ticket mehr ergattern konnten, mit dem Hinweis getröstet, es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu versuchen. Aufgrund der hohen Nachfrage will man zusätzliche Buskapazitäten bereitstellen.