«Die Korrekturen der Bevölkerungszahlen haben erhebliche Auswirkungen auf die Einnahmen der Länder, die Änderungen summieren sich auf 943 Millionen Euro», sagte Fifo-Geschäftsführer Michael Thöne.

Demnach stehen Berlin künftig 515 Millionen Euro weniger im Jahr zu. Hamburg wird wieder vom Nehmer- zum Geberland. Bayern dagegen, das gemeinsam mit Hessen gegen den Länderfinanzausgleich klagt, muss 184 Millionen Euro weniger in den Ländertopf einzahlen. Der größte Gewinner ist der Berechnung zufolge Rheinland-Pfalz, das 224 Millionen Euro mehr aus dem Länderfinanzausgleich bekommt.

Die erste Volkszählung seit mehr als zwei Jahrzehnten hatte ergeben, dass in Deutschland 1,6 Millionen weniger Menschen leben als vermutet. Das Statistische Bundesamt hatte am Freitag die Ergebnisse des Zensus 2011 präsentiert.