• Bundesfamilienministerin Spiegel stellt Amt zur Verfügung
  • Opposition forderte Rücktritt
  • Kritik an privatem vierwöchigem Frankreich-Urlaub nach Flutkatastrophe

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) stellt ihr Amt nach Kritik an ihrem Umgang mit der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz im Sommer 2021 zur Verfügung. Das teilte sie am Montag (11. April 2022) in Berlin mit. "Ich tue dies, um Schaden vom Amt abzuwenden, das vor großen politischen Herausforderungen steht", sagte Spiegel.

Bundesfamilienministerin Spiegel bietet Amt an: Urlaub sei Fehler gewesen

Am Montag (11. April 2022) blieb zunächst unklar, ob die Ministerin weiterhin im Amt bleiben wird. Spiegel (Grüne) stand wegen ihres Frankreich-Urlaubs nach der Flutkatastrophe unter Druck. Damals war sie noch rheinland-pfälzische Umweltministerin. Bei einem emotionalen Auftritt hatte sie den Urlaub am Sonntagabend (10. April 2022) als Fehler bezeichnet und sich dafür entschuldigt. Dabei räumte sie auch ein, dass sie sich anders als ursprünglich mitgeteilt nicht aus den Ferien zu den Kabinettssitzungen zugeschaltet hatte.

Spiegel ließ sich während des Urlaubs von einem ihrer beiden Staatssekretäre vertreten. In dieser Zeit zwischen dem 23. Juli und dem 29. August sei somit auch das Umweltministerium bei den Kabinettssitzungen dabei gewesen, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag (11. April 2022) in Altenahr.