Die «Süddeutsche» schreibt weiter, insgesamt offenbare der Bericht, dass die Führungsriege im Bistum Limburg ein System der Vertuschung und Verschleierung aufgebaut habe, um möglichst ungestört von Kontrolle und Kritik aufwendig auf dem Domberg bauen zu können. Die Unterlagen über die Finanzierung seien in eine Geheimregistratur ausgelagert worden; immer wieder habe Geld zur Zwischenfinanzierung beschafft werden müssen.

Treibende Kraft sei in der Regel Generalvikar Kaspar gewesen, alle entscheidenden Dokumente trügen aber auch die Unterschrift des Bischofs. Zu Beginn der Arbeiten 2010 sollte der neue Bischofssitz 5,5 Millionen Euro kosten. Inzwischen wird von mindestens 31 Millionen Euro ausgegangen, zuletzt war in Medienberichten sogar von bis zu 40 Millionen Euro die Rede.