Die Erträge des 1948 gegründeten Georgswerkes sollen dem «SZ»-Bericht zufolge eigentlich für bedürftige Familien mit vielen Kindern verwendet werden. Jeder katholische Arbeitnehmer des Bistums sei damals aufgerufen gewesen, den Lohn einer Arbeitsstunde für das Georgswerk zu spenden.

«Bei der Bewertung und Einordnung im Fall Limburg muss man prüfen, welchen exakten Zweck die Stiftung hatte», sagte der Freiburger Kirchenrechtler Georg Bier der Nachrichtenagentur dpa. «Da muss man genau hinschauen.» Der Umgang mit Stiftungen ist nach seinen Worten im kirchlichen Vermögensrecht geregelt. «Auch, dass deren Gelder gemäß dem Stifterwillen eingesetzt werden müssen.»

Vor einer Woche hatte bereits das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtet, dass Geld aus mindestens einer Stiftung geflossen sei. Auch von einer Art Geheimwohnung war die Rede. Wiesbadener Medien nannten bereits die Stiftung Georgswerk.