Das geht nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» aus dem mit Spannung erwarteten Abschlussbericht einer kirchlichen Untersuchungskommission zur Kostenexplosion an der Residenz hervor, der offiziell noch nicht vorgelegt wurde.

Demnach sollen Tebartz-van Elst und sein früherer Generalvikar Franz Kaspar Rechnungen für den Bau mit Stiftungsgeld des St. Georgswerkes bezahlt haben. Hintergrund sei gewesen, dass außerhalb eines Kreises von Eingeweihten niemand habe erfahren sollen, dass das Vorhaben viel teurer wurde als geplant.

Ein Sprecher des Bistums Limburg erklärte, man sei dabei, «den aktuellen Sachverhalt aufzuklären». Wegen des laufenden Verfahrens könne man derzeit keine Angaben zu den Vorwürfen machen. Die Stiftung gehörte dem Sprecher zufolge zum Bischöflichen Stuhl und wurde 2011 aufgelöst. Sie habe die Aufgabe gehabt, «den Wiederaufbau kirchlicher Gebäude sowie den Bau von Wohnraum zu unterstützen».